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Claudio Pizarro absolvierte für Peru bislang 21 Länderspiele © getty

Sport1.de erfuhr: Die Hamburger hätten den Torjäger Werder beinahe weggeschnappt. Geklärt ist Pizarros Zukunft noch immer nicht.

Von Martin Volkmar und Mathias Frohnapfel

München - Klaus Allofs gibt sich seit Wochen zuversichtlich, dass Claudio Pizarro zurück nach Bremen kommt.

Ein zweites Ausleihgeschäft schwebt dem Werder-Manager vor.

Und im besten Fall die Wiederholung der Erfolgsgeschichte aus der Vorsaison, als der Peruaner eine ansehnliche Trefferquote (17 Ligatore) erreichte.

Dabei deutet nun nach Sport1.de-Informationen einiges darauf hin, dass Werder doch den Angreifer kaufen wird - oder der Deal scheitert. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Immerhin: Einen Bundesligarivalen muss Werder nicht mehr fürchten.

Pizarro war mit HSV einig

Wie Sport1.de erfuhr, war der Hamburger SV bereits mit dem 30-Jährigen handelseinig.

Der Nordrivale hätte Werder also um ein Haar das Sturmjuwel weggeschnappt.

Allerdings hatte den Kauf noch Dietmar Beiersdorfer eingefädelt. Das Geschäft platzte jedoch, als der HSV-Sportchef den Machtkampf gegen HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann verlor und zurücktrat.

Die Hamburger verpflichteten später stattdessen die Offensivkräfte Marcus Berg (Groningen/9,5 Millionen Euro) und Eljero Elia (Enschede/8,5 Millionen Euro).

"Hoffentlich kriegen wir Pizarro"

Für Werder wird die Zeit im Ringen um Pizarro knapp. In 19 Tagen endet die Wechselfrist.

Und Pizarro gilt in Bremen als erste Lösung, seine immens wichtigen Tore in DFB-Pokal und UEFA-Cup brillieren in Erinnerung der Werder-Bosse noch wie gerade angezündete Wunderkerzen.

In der UEFA-Cup-Zwischenrunde etwa rettete Pizarro Werder gegen Milan mit zwei Treffern vorm sicheren Ausscheiden.

"Hoffentlich kriegen wir Pizarro", sagte Trainer Thomas Schaaf der "Bild".

Chelsea möchte Pizarro auf jeden Fall verkaufen. Zumal er in London ein fürstliches Gehalt bezieht.

Hohe Ablöse

Allerdings scheint Trainer Carlo Ancelotti noch eine andere Option zu erwägen.

"Es gibt keine weiteren Einkäufe, aber wir geben auch keinen Spieler mehr ab", kommentierte er jüngst allgemein Transfer-Spekulationen.

Dagegen schwebt den Chelsea-Bossen vor, für Pizarro eine Ablöse von acht Millionen Euro zu erlösen. Werder soll indes nur sechs Millionen bieten.

Eine Lücke, die sich überbrücken ließe.

Aus Chelsea-Kreisen heißt es zudem, dass auch ein Finanzierungsmodell möglich wäre, sprich die Bremer nicht die gesamte Summe sofort überweisen müssten.

Auch Geld aus Diego-Transfer in Raten

Bekannterweise erhält der deutsche Pokalsieger den Erlös aus dem Diego-Transfer ebenfalls in drei Jahresraten. 24,5 Millionen Euro zahlt Juve so über diesen Zeitraum.

Jedoch schließt Werder-Manager Klaus Allofs weiterhin offiziell einen Kauf aus, wie er zuletzt gegenüber dem "kicker" betonte.

Ob Pizarro an die Weser zurückkehrt? "Möglich", antwortete Allofs.

Auf Anfrage von Sport1.de teilte Werder mit, im Moment keinen Kommentar zu der Stürmer-Personanlie abgeben zu wollen.

Die Bereitschaft der Bremer, Pizarro doch zu kaufen, dürfte noch steigen, falls es in der Bundesliga zum Fehlstart mit zwei Auftaktniederlagen kommen sollte.

Auszuschließen ist das nicht, geht es doch am Samstag zum Vizemeister FC Bayern (ab 15 Uhr LIVE).

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