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Rücken an Rücken: Manuel Friedrich (l.) und Timothee Atouba © getty

Wie Stehaufmännchen: Erneut hat der HSV ein verloren geglaubtes Match gedreht. Gegen Leverkusen gelang nach einem 0:2 noch ein 3:2.

Hamburg - Was für ein Spiel: Der Hamburger SV hat nach einer furiosen Aufholjagd seinen dritten Saisonsieg gefeiert und die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen.

Die Hanseaten kamen gegen Bayer Leverkusen nach 0:2-Rückstand noch zu einem letztlich verdienten 3:2 (1:2)-Erfolg und drehten damit zum dritten Mal in Folge ein Spiel.

Dagegen mussten die Leverkusener nach zuletzt zwei Siegen einen Rückschlag hinnehmen. Tranquillo Barnetta (4.) und Patrick Helmes (24.) hatten die Gäste vor 55.187 Zuschauern zunächst in Führung gebracht.

Tore von Paolo Guerrero (36.), Ivica Olic (51.) und des eingewechselten Mladen Petric (72.) sorgten jedoch für den Sieg der Norddeutschen.

Zu allem Überfluss verlor die Bayer-Elf Abwehrspieler Manuel Friedrich nach einer Gelb-Roten Karte kurz vor der Pause (40.).

de Jongs Patzer leitet 0:1 ein

Der HSV fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel und offenbarte vor allem in der Defensive eklatante Schwächen. Besonders die linke Abwehrseite der Hanseaten erwies sich dabei als höchst anfällig.

So leitete ein schwerer Patzer von Nigel de Jong die Führung der Gäste ein, als der Niederländer in der eigenen Hälfte den Ball Stefan Kießling genau vor die Füße spielte.

Nach einem Zusammenspiel mit seinem Sturmpartner Helmes köpfte der Leverkusener Angreifer den Ball zunächst an die Latte, ehe Barnetta den Abpraller aus kürzester Distanz über die Linie schoss.

Nach dem frühen Gegentor wurde die Unsicherheit in der Hamburger Hintermannschaft noch größer, so dass sich weitere Lücken für die Gäste auftaten. Schüsse von Barnetta (19.) und Helmes (22.) fanden aber zunächst nicht das Ziel.

Kießling völlig frei

Als in der 24. Minute dann erneut de Jong und Thimothee Atouba nicht auf dem Posten waren, konnte Kießling den völlig frei stehenden Helmes am Strafraum bedienen und dieser den Ball mit einem Lupfer über Torwart Frank Rost hinweg ins Netz befördern.

Erst danach wachten die Platzherren allmählich auf und kamen ihrerseits zu Chancen. Die Erste vergab Olic noch, als er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Bayer-Keeper Rene Adler scheiterte (31.). Nach einem Freistoß von Piotr Trochowski war dann aber Guerrero zur Stelle und köpfte am Fünf-Meter-Raum zum Anschlusstreffer ein.

Kurz darauf leistete sich Friedrich sein zweites Foul innerhalb weniger Minuten und wurde dafür von Schiedsrichter Helmut Fleischer vom Platz gestellt.

Olic vollendet unhaltbar

Nach Seitenwechsel setzte der HSV nach und wurde dafür bald belohnt. Nach einer Flanke von Atouba konnte Leverkusens Karim Haggui den Ball nicht aus dem Strafraum schlagen, woraufhin Olic aus zehn Meter unhaltbar zum 2:2 traf.

Der kurz zuvor eingewechselte Petric brachte Hamburg dann endgültig auf die Siegerstraße, als er in der 72. Minute seinen ersten Treffer für den HSV markierte.

Beste Akteure bei den Gastgebern waren Torschütze Olic und Trochowski, die sich vor allem in der zweiten Halbzeit steigerten. Bei Leverkusen überzeugten vor allem Kießling und Helmes.

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