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Ze Roberto wurde mit Bayern je viermal Deutscher Meister und Pokalsieger © imago

Der Brasilianer spricht im Interview mit Sport1.de über den missglückten Start des HSV und seine Haltung zum neuen Trainer.

Von Daniel Rathjen

München/Hamburg - Ein Großstadtklub mit großen Erwartungen.

Ein junger, neuer Trainer, der bei vielen auf Vorbehalte stößt. Und ein Saisonstart, der die Gemüter nicht beruhigt.

Ze Roberto sollte die Situation, in die er beim HSV geraten ist, irgendwie bekannt vorkommen.

Nach der Niederlage im Europa-League-Rückspiel gegen Randers und dem mageren 1:1 bei Aufsteiger Freiburg droht schon frühzeitig Unruhe beim Traditionsklub, der vor der Saison so viel in sein Team investiert hat.

Einer der großen Hoffnungsträger, der dafür sorgen soll, dass es anders kommt, ist der vom FC Bayern geholte Routinier aus Brasilien 138737(DIASHOW: Das Zeugnis der Neuzugänge).

Sport1.de sprach mit dem 35-Jährigen über den Stotterstart, woran der HSV noch arbeiten muss und seiner Haltung zu Coach Bruno Labbadia.

Sport1.de: Bruno Labbadia wirft der Mannschaft vor, sie habe gegen Freiburg das Fußballspielen eingestellt. Das betrifft auch Sie direkt. Woran hapert es noch?

Ze Roberto: Wir haben uns das Spiel in Freiburg sicher alle anders vorgestellt. Trotz der frühen Führung und einer guten Anfangsphase ist es uns nicht gelungen, so weiter zu machen. Daran müssen wir in den kommenden Tagen arbeiten.

Sport1.de: Wie lange wird der Prozess noch dauern, bis sich das Team eingespielt hat?

Ze Roberto: Es ist unser Ziel, so schnell wie möglich eingespielt zu sein. Man darf jedoch nicht vergessen, dass wir noch nicht so lange im Training sind wie zum Beispiel unser jüngster Gegner Freiburg. Das soll nicht als Ausrede dienen, sondern ist Fakt.

Sport1.de: Trotzdem muss sich die Mannschaft gegen Dortmund steigern.

Ze Roberto: Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Borussia Dortmund ein gutes Spiel zeigen werden. Bruno Labbadia legt in der täglichen Trainingsarbeit sehr viel Wert auf taktische Dinge und zeigt uns immer wieder auf, worauf wir achten müssen. Das ist sehr gut.

Sport1.de: Wie empfinden Sie den Erwartungsdruck in Hamburg, gerade auch im Vergleich zum FC Bayern?

Ze Roberto: Wenn man bei einem Verein wie dem HSV spielt, dann ist die Erwartungshaltung natürlich vorhanden. Die Menschen in der Stadt fiebern mit dem Verein. Der HSV war in den letzten Jahren immer international dabei und wir wollen das auch in dieser Saison wieder schaffen. Insofern unterscheidet sich der Druck für mich nicht wesentlich von den Bayern.

Sport1.de: Wie gehen Sie damit um?

Ze Roberto: Ein gewisser Druck gehört zum Profifußball dazu. Wichtig ist ohnehin, dass man mit Freude auf den Platz geht. Dann kann man auch gute Leistungen zeigen.

Sport1.de: Gerade auf Ihnen ruhen dabei viele Hoffnungen. Wie fit sind Sie und wie sehen Sie Ihre Rolle beim HSV?

Ze Roberto: Gerade die aktuelle Woche, in der ja viele Spieler bei ihren Nationalmannschaften sind, wird mir sicher gut tun. Auch wenn viele unterwegs sind, werden wir konzentriert arbeiten. Dass der Trainer mir sein Vertrauen schenkt, freut mich natürlich und ich möchte es mit guten Leistungen auf dem Platz zurückzahlen.

Sport1.de:Wie verlief bislang die Integration in Hamburg?

Ze Roberto: Ich habe mich vom ersten Tag an in Hamburg sehr wohl gefühlt. Der Verein hat tolle Strukturen und der Trainer sowie meine Mitspieler haben es mir sehr leicht gemacht. Zudem ist Hamburg eine sehr schöne Stadt, deshalb fühle ich mich sehr wohl.

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