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Marcel Schäfer (l.) gratuliert dem Torschützen Ricardo Costa zum 1:0 © getty

Wolfsburg bleibt weiter ungeschlagen. Costa erzielt das schnellste Tor der Saison. Herthas Pantelic vergibt einen Elfmeter.

Berlin - Der VfL Wolfsburg hat seinen Vereinsrekord eingestellt, den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga aber vorerst verpasst.

Das Team von Trainer Felix Magath spielte bei Hertha BSC Berlin 2:2 (1:0) und ist damit saisonübergreifend seit neun Spielen ungeschlagen, was dem Klub erst einmal vor zehn Jahren gelungen war.

Allerdings treten die Wölfe in dieser Spielzeit mit sechs Punkten ebenso wie Hertha (fünf) auf der Stelle. Sascha Riether (90. ) sicherte Wolfsburg den Teilerfolg im Olympiastadion, nachdem der Brasilianer Cicero die Hertha (85.) per Kopfball nach Flanke von Marko Pantelic zwischenzeitlich 2:1 in Führung gebracht hatte.

"Das ist die Hertha. Manchmal ein wenig verrückt, manchmal phantastisch. Wir waren zu Beginn nicht präsent", sagte Hertha-Coach Lucien Favre.

Pantelic vergibt Elfmeter

Abwehrchef Ricardo Costa brachte den eine Stunde lang überzeugenden VfL bereits nach 45 Sekunden mit dem schnellsten Tor der bisherigen Saison mit 1:0 in Führung, ehe Gojko Kacar (57.) der Ausgleich für Hertha gelang.

Herthas Stürmer Marko Pantelic schoss nur fünf Minuten nach dem Ausgleich einen Handelfmeter am Tor vorbei.

"Er hätte nicht schießen sollen. Cicero war die Nummer eins, Marko nur die Nummer zwei. Ich kann das ein Mal akzeptieren, aber nicht öfter", wetterte Favre.

Die "Wölfe" holten aus den vergangenen acht Spielen im Berliner Olympiastadion lediglich zwei Punkte.

Costa trifft

Die Gäste legten vor 38.921 Zuschauern los wie die Feuerwehr.

Bereits nach 20 Sekunden hatte der brasilianische Stürmer Grafite die Führung auf dem Fuß, als er allein auf das Berliner Tor zulief, aber an Torhüter Jaroslav Drobny scheiterte.

Den anschließenden Eckball von Spielmacher Zvjezdan Misimovic versenkte dann Costa per Kopf zum 1:0.

Wolfsburg im Pech

Die Hertha zeigte sich vom frühen Rückstand geschockt. Die Angriffsbemühungen waren zunächst viel zu durchsichtig und in der Rückwärtsbewegung zeigte sich der Hauptstadt-Klub anfällig gegen die Konter der Gäste.

So hatten erneut Grafite (8.) und Misimovic (32.) Pech im Abschluss.

Wolfsburg, bei dem der italienische Weltmeister Cristian Zaccardo wegen eines Magen-Darm-Infekts fehlte, war auch mit zunehmender Spieldauer die Mannschaft mit der besseren Spielanlage.

Pantelic kläglich

Bei Hertha fehlten Ideen aus dem Mittelfeld, sodass Neuzugang Andrej Woronin kaum brauchbare Bälle erhielt. "Heute haben wir zwei Punkte verloren. In der letzten Minute darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben", war Voronin enttäuscht.

Die bis dahin beste Hertha-Chance vergab sein Sturmpartner Pantelic kläglich aus sieben Metern (34.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber zwar auf den Ausgleich, die besseren Möglichkeiten besaß jedoch zunächst Wolfsburg.

Ebert mit der Chance

So scheiterte erneut Grafite in aussichtsreicher Position (49.). Nach dem überraschenden Ausgleich durch Kacar nach einem Freistoß von Patrick Ebert hatte Hertha die große Chance zur Führung, doch Pantelic scheiterte vom Elfmeterpunkt kläglich (64.).

Als beste Spieler zeichneten sich bei den Wolfsburger Grafite und Christian Gentner aus. Bei Hertha wusste vor allem der fleißige Ebert zu überzeugen.

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