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Im letzten Jahr lag Bayern bereits nach 67 Minuten 0:5 gegen Bremen zurück. © getty

Das erste Bundesliga-Heimspiel unter dem neuen Trainer muss der FC Bayern gewinnen. Auch andere Teams stehen bereits unter Zugzwang.

München - Franck Ribery wird höchstens Kurzarbeit verrichten, Mark van Bommel kann gar nicht zum Dienst erscheinen, doch am Auftrag von höchster Stelle ändert das für die Spieler von Bayern München nichts.

"Ich erwarte einen Sieg gegen Werder Bremen", sagte Uli Hoeneß vor der Bundesliga-Heimpremiere des neuen Trainers Louis van Gaal am Samstag (ab 15 Uhr im neuen LIVE-Ticker).

"Wir wollen gleich von Anfang an oben dranbleiben. Dazu muss man die Heimspiele gewinnen."

Auch in der heimischen Arena wird der Manager das Geschehen künftig aus luftiger Höhe betrachten.

Miserable Heimbilanz in der letzten Saison

In der vergangenen Saison, als Hoeneß noch neben Jürgen Klinsmann saß, hechelte der FC Bayern der Tabellenspitze bis zum Ende vergeblich hinterher - vor allem aufgrund seiner Heimschwäche.

Die Bilanz vor eigenem Publikum: 23 Gegentore, so viele wie keine andere Spitzenmannschaft, zwei Unentschieden und gleich drei Niederlagen.

Die erste und die schlimmste Pleite, die zugleich so etwas wie der Anfang vom Ende war, erlebten sie am 20. September 2008 - ein 2:5, gegen Werder Bremen.

Wann kommt Ribery?

Für van Gaal mag das Ergebnis von damals nicht relevant sein, er wird darüber nachdenken, wann er Ribery aufs Feld schickt und wer bei Spielbeginn dessen zugedachte Rolle als "Zehner" übernimmt.

Weiter stellt sich die Frage, ob Elf-Millionen-Mann Anatolij Timoschtschuk nun tatsächlich den "Sechser" anstelle von Kapitän van Bommel geben wird.

Sein Kollege Thomas Schaaf hat das Spiel vom Vorjahr dagegen durchaus im Kopf: "Das kann eine Motivationshilfe sein. So kann man verdeutlichen, was man bei einem starken Gegner erreichen kann."

Bremen droht Fehlstart

Das "Obendranbleiben" wird dem FC Bayern durch das 1:1 zum Saisonauftakt bei 1899 Hoffenheim erschwert, den Bremern droht dagegen nach dem 2:3 gegen Eintracht Frankfurt ein böser Fehlstart.

Zumal aller Voraussicht nach auch Innenverteidiger Naldo weiterhin passen muss.

Doch Kapitän Torsten Frings sieht eher die Chancen in dieser schwierigen Lage: "Jeder geht davon aus, dass wir gegen diesen starken Kader eh nichts holen, und genau deshalb haben wir keinen Druck."

Bayern auswärtsstark

Der FC Bayern war in der vergangenen Saison übrigens die erfolgreichste Auswärtsmannschaft der Bundesliga (29 Punkte) - vor Bayer Leverkusen (26), das gegen Hoffenheim seine renovierte und erweiterte BayArena einweiht, und Borussia Dortmund (26).

Die Auswärtsstärke hatte den BVB am letzten Spieltag der Saison allerdings verlassen:

Nur ein 1:1 gab es bei Borussia Mönchengladbach, und der Hamburger SV zog im Kampf um die Europa-League-Teilnahme noch an den Westfalen vorbei.

Klopp will Emotionen beruhigen

Die dramatischen Momente vom vergangenen Mai sind in Dortmund wieder allgegenwärtig:

Der BVB spielt beim HSV, der sich damals bei Eintracht Frankfurt durch einen Abseits-Treffer in der Nachspielzeit zum 3:2 noch an den Gelb-Schwarzen vorbeigeschmuggelt hatte.

Trainer Jürgen Klopp freilich versucht, die Emotionen nicht zu sehr hochkochen zu lassen:

"Die Hamburger haben in Frankfurt einfach den Ball reingeschossen, das ist legitim. Und dass sie nicht selbst abseits winken, finde ich auch okay."

HSV bereits unter Druck

Klopp kann angesichts des geglückten Saisonauftakts auch durchaus gelassen sein, in Hamburg dagegen sind die Nerven bereits dem ersten Härtetest ausgesetzt.

Kein Sieg nach regulärer Spielzeit im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf, blamable Pleite gegen den FC Randers im Qualifikations-Rückspiel zur Europa League, ein 1:1 beim SC Freiburg zum Bundesliga-Auftakt.

Angreifer Paolo Guerrero schwant Übles: "Verlieren ist verboten, sonst haben wir ein Problem."

Gleiches gilt für den VfB Stuttgart im Baden-Württemberg-Derby gegen Aufsteiger SC Freiburg, zumal die Schwaben nach dem ersten Spieltag Tabellenletzter sind.

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