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Der Bochumer Martin Mieciel bejubelt sein Tor zum 1:0 auf seine Weise © getty

Die Arminia legt den schlechtesten Saisonstart seit 24 Jahren hin. Dem VfL Bochum reicht eine mäßige Leistung zum sicheren Sieg.

Bochum - Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 24 Jahren rutscht Arminia Bielefeld allmählich in die Krise.

Das Team von Trainer Michael Frontzek verlor das Westfalen-Duell beim VfL Bochum 0:2 (0:2) und fiel auf den vorletzten Platz zurück.

Während die Arminia in dieser Saison weiter sieglos bleibt und seit mittlerweile 13 Monaten auf einen Auswärts-Dreier wartet, verbuchte der VfL den ersten Erfolg dieser Spielzeit, verließ die Abstiegsplätze und beendete seinerseits eine Negativserie.

Es war der erste Bochumer Heimsieg seit dem 2. März (2:0 gegen Bayer Leverkusen).

Bielefeld enttäuscht

Durch einen Doppelschlag von Marcin Mieciel (22.), der den verletzten Vahid Hashemian (muskuläre Probleme) ersetzte, und Marc Pfertzel (26.), der nur durch die Knieverletzung von Mathias Concha in der Anfangself stand, stellte der VfL in einem schwachem Bundesligaspiel schon vor der Pause die Weichen auf Sieg.

Die Bielefelder enttäuschten auf der ganzen Linie. Der zuletzt überragende und bislang schon viermal erfolgreiche Torjäger Artur Wichniarek bekam gegen VfL-Kapitän Marcel Maltritz nicht den Hauch einer Chance.

Mieciel trifft

Doch auch den Gastgebern war vor 20.739 Zuschauern die Nervosität nach dem Fehlstart mit nur einem Punkt aus drei Spielen anzumerken.

Die Bochumer bestimmten die Begegnung zwar, waren im Spielaufbau aber zu unpräzise, um gefährlich vor das Bielefelder Tor zu kommen.

Entsprechend resultierte das 1:0 aus einem Fehler der Gäste. Die Innenverteidiger Markus Bollmann und Radim Kucera ließen sich den Ball von Stanislav Sestak abnehmen, der Slowake passte quer zu Mieciel, und der ließ Dennis Eilhoff aus 14 Metern.

Doppelchance für Bochum

Nachdem Pfertzel vier Minuten später aus dem Gewühl heraus nach einer Ecke von Mimoun Azaouagh das 2:0 erzielt hatte, drohte Bielefeld völlig die Übersicht zu verlieren.

Doch Sestak und Pfertzel brachten bei ihrer Doppelchance in der 30. Minute den Ball nicht im Tor unter.

Auch nach der Pause fehlte dem Team des ehemaligen Bochumer Profis Frontzeck, der im vierten Saisonspiel zum vierten Mal derselben Anfangself vertraute, jegliche Durchschlagskraft.

Sestak verpasst

Die Bochumer blieben aggressiver, aber in der Offensive zu harmlos. Erneut Sestak (52. und 68.) verpasste zweimal aus aussichtsreicher Position.

In der 69. Minute hatten die Gäste bei ihrer ersten guten Chance Pech, als Christopher Katongo per Kopf nur die Latte traf.

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