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Im letzten Jahr gewann Schalke 04 zuhause mit 1:0 gegen Bochum. © getty

Felix Magath verspricht den Schalker Fans eine offensivere Spielweise. Gladbach-Coach Frontzeck erwartet ein unangenehmes Spiel.

München - Zu seinem Heimdebüt auf Schalke zauberte Felix Magath noch einen Brasilianer aus dem Hut.

Der Ex-Berliner Mineiro, erst am Donnerstag verpflichtet, soll schon im kleinen Revierderby gegen den VfL Bochum am Sonntag (ab 17 Uhr LIVE) mithelfen, dem neuen Manager und Trainer von Schalke 04 einen Start nach Maß zu bescheren.

Nach dem 2:1-Auftaktsieg beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg könnte der Meistertrainer des VfL Wolfsburg und neue Schalker Hoffnungsträger mit einem Dreier gegen den Nachbarn in oberste Tabellenregionen vorstoßen.

Mineiro bringt Erfahrung mit

Doch was er bisher von seinem neuen Team gesehen hat, ließ ihn noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.

"Er ist sicherlich etwas älter geworden, aber er kann durchaus eine Mannschaft führen", sagte Magath über den 34-jährigen Mineiro, der dem jungen Team im defensiven Mittelfeld mehr Stabilität geben soll.

Der Ex-Nationalspieler, der am Dienstag zum ersten Mal mit den Königsblauen trainierte, ist laut Magath bereit für einen Einsatz (zum Artikel).

"Er ist ein erfahrener Spieler, der sehr viel erlebt und auch schon Bundesliga gespielt hat. Er kann sich somit wieder schnell an das Bundesliga-Niveau gewöhnen", sagte der neue starke Mann auf Schalke.

Magath verspricht Offensivspektakel

Ohnehin kündigte Magath an, sein Team etwas anders auszurichten als in Nürnberg. "Es kann sein, dass wir etwas offensiver spielen werden", sagte er.

Der Trainer versprach den leidgeprüften Schalker Fans deutlich mehr Offensiv-Spektakel als in den vergangenen Jahren: "Als Heimmannschaft sind wir in der Pflicht zu marschieren."

Dabei soll vor allem die Umstellung von 4-3-3 auf 4-4-2 die Mannschaft voranbringen. Kevin Kuryanyi ist begeistert von dem neuen System. "Ich als Stürmer habe so mehr Platz", sagt der 27-Jährige, der bereits in Stuttgart unter Magath spielte, in der "Welt am Sonntag".

Bochum ist kein Selbstgänger

Für sein Heimdebüt kündigt Magath einen Sieg an. "Ich gehe davon aus, dass wir drei Punkte holen", sagte der Trainer, warnte aber gleichzeitig: "Das wird kein Selbstgänger."

Dass er selbst beim ersten Auftritt in der Arena "AufSchalke" besonders im Blickpunkt steht, ist Magath egal: "Ob es mein erstes oder 300. Heimspiel ist, stört mich eigentlich wenig."

Koller rechnet sich Chancen aus

Gegner Bochum sieht das anders. "Vielleicht ist es ein Vorteil, dass wir so früh gegen Schalke spielen. Schalke hat einige neue, junge Spieler, die noch integriert werden müssen, und einen neuen Trainer, der seine Ideen umsetzen will", sagte VfL-Coach Marcel Koller.

Nach zuletzt zwei 0:1-Niederlagen auf Schalke will der Schweizer beim großen Nachbarn diesmal etwas mitnehmen.

"Wenn wir über 90 Minuten abrufen, was wir beim 3:3 gegen Gladbach in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, dann haben wir durchaus eine Chance", sagte Koller und forderte mehr Offensivgeist als bei den letzten Auftritten in Gelsenkirchen: "Wir dürfen nicht defensiv spielen, sonst geht das in die Hose."

Frontzeck erwartet unangenehmes Spiel

Borussia Mönchengladbach will indes im Heimspiel am Sonntag (ab 15 Uhr LIVE) gegen Hertha BSC Berlin an die Leistung der ersten Halbzeit in Bochum anknüpfen, als eine 3:0-Führung herausgespielt wurde.

Gegen die Berliner, die beim mühsamen 1:0 zum Auftakt gegen Hannover 96 noch nicht überzeugten, erwartet Trainer Michael Frontzeck "ein unangenehmes Spiel". Hertha sei "sehr kompakt und immer gefährlich vorne, wir müssen sehr viel Geduld haben".

Berlin kann bis auf den langzeitverletzten Fabian Lustenberger (Mittelfußbruch) personell aus dem Vollen schöpfen. Für Neuzugang Rasmus Bengtsson (Trainingsrückstand) kommt ein Einsatz zu früh. (Reagieren Sie im Sport1.de-Bundesliga-Manager)

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Schalke 04 - VfL Bochum

Schalke: Neuer - Rafinha, Zambrano, Bordon, Höwedes - Mineiro - Westermann, Holtby - Kenia - Farfan, KuranyiBochum: Heerwagen - Pfertzel, Maltritz, Yahia, Fuchs - Imhof - Freier (Dabrowski), Azaouagh - Epalle - Sestak, Klimowicz (Dedic)

Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC Berlin

Mönchengladbach: Heimeroth - Levels, Brouwers, Kleine, Jaures - Marx, Meeuwis - Matmour, Arango - Colautti, BobadillaBerlin: Drobny - Pejcinovic, Friedrich, von Bergen, Stein - Piszczek (Ebert), Kacar, Cicero, Nicu - Raffael - Wichniarek

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