Beim FCB bleiben einige Baustellen. Nicht nur in der Viererkette hakt es. Die größten Titelrivalen kommen wohl aus dem Norden.

Uli Hoeneß hat ja bereits den Durchmarsch des FC Bayern angekündigt.

Doch bisher muss der Rest der Bundesliga sich nicht vorm Rekordmeister fürchten.

Dabei hatte der Münchner Manager im Match gegen Hoffenheim zig gute Ansätze erkannt.

Vor allem bei Pressing und Ballbesitz ließ sich sehen, was Trainer Louis van Gaal täglich penibel üben lässt.

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Gegen Bremen setzten die Bayern ihre Linie fort. Bis zur 30. Minute hechelten die Kontrahenten dem Ball hinterher, während die Münchner ihn locker und leicht durch ihre Reihe schoben.

Das erste Tor schoss aber Werders Mitteldzauberer Mesut Özil - effektiv und schnörkellos.

Bisher gleichen die Bayern daher einem Rennwagen, der mit dem größten Motor der Serie noch immer fast an der Startlinie steht.

Und wie in der Vorsaison könnte die Konkurrenz davon profitieren. Auch damals sprach man lange davon, dass die Münchner gewiss noch aufdrehen würden.

Besonders der Hamburger SV hat jetzt gezeigt, zu welch starker Leistung er fähig ist.

Neueinkauf Eljero Elia spielte gegen Borussia Dortmund zum Zungeschnalzen. Was diese Gala wert ist, ist eine der spannenden Fragen nach dem zweiten Spieltag.

Denn der HSV könnte einer der gefährlichsten Titelrivalen der Münchner werden. Trainer Bruno Labbadia muss in den kommenden Wochen dafür weiter an seinem Team feilen.

Nicht ohne Grund gebrauchte der Coach nach dem Klassespiel in jedem zweiten Satz das Wort "Arbeit".

Und bei Tabellenführer Wolfsburg läuft es schon wieder, als ob die Vorsaison nie aufgehört hätte. Ziemlich meisterhaft also.

Doch Bayern-Trainer Louis van Gaal verkündet: "Ich will Titel und schönen Fußball".

Eine wohlklingende Zielsetzung. Die FCB-Fans und -Bosse schielen indes schon wieder nach der (noch unaussagekräftigen) Tabelle: Wann erobert ihr Klub endlich wieder die Pole Position?

Dafür sind aber Siege gefragt.

Stattdessen wirkt die Bayern-Elf noch immer in der Experimentierphase: Die Idealbesetzung in der Viererkette ist noch nicht gefunden.

Und ob die Raute im Mittelfeld Bestand hat, ist gleichfalls fraglich. Auf der Zehnerpostion fühlte sich Superstar Franck Ribery jedenfalls nicht wohl.

Auch daher deutet im Moment wenig auf einen Bayern-Durchmarsch hin.

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