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Franck Ribery unterschrieb seinen ersten Profivertrag 2004 beim FC Metz. © getty

Franck Ribery geht nach seinem umjubelten Comeback von einem Verbleib beim FC Bayern aus und berichtet von vier Top-Angeboten.

Von Martin Volkmar und Rainer Nachtwey

München - Bayern-Star Franck Ribery hat die anhaltenden Wechselgerüchte beendet und gleichzeitig Angebote mehrerer Top-Klubs bestätigt.

"Was ich diesen Klubs sagen kann, ist, dass ich heute immer noch bei Bayern bin. Die Türen sind wirklich geschlossen" erklärte der Franzose nach seinem Comeback beim 1:1 gegen Werder Bremen dem Fernsehsender "TF 1".

"Meine Vorgesetzten wollen unbedingt, dass ich bleibe."

Angebote auch von Barca, Chelsea und ManUnited

Andererseits sei zumindest theoretisch bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch alles möglich, so Ribery weiter:

"Im Moment kann ich keinen Klub daran hindern, ein Angebot zu unterbreiten. Übrigens gab es nicht nur eines von Real, sondern auch von Barcelona, Manchester United und Chelsea.?

Fast die gesamte Sommerpause über hatte es Spekulationen über einen Wechsel vor allem nach Madrid gegeben, nachdem Real-Präsident Florentino Perez öffentlich sein Interesse am Mittelfeldspieler bekundet hatte.

Hoeneß will 100 Millionen

Das Angebot von angeblich 55 Millionen Euro war dem FC Bayern aber nicht hoch genug. Manager Uli Hoeneß hatte den Wert des 26-Jährigen, der noch einen Vertrag bis 2011 besitzt, sogar auf 100 Millionen Euro taxiert.

Doch trotz der klaren Aussagen der FCB-Führung wurde das Thema immer wieder hoch gekocht. Auch durch Ribery selber, der in der Sportzeitung "L'Equipe" vor einigen Wochen erklärte: "Ich will weg. Es wird Real sein oder kein Verein."

"Niemals gesagt, dass ich zu Real will"

Diese Aussage dementierte er später, auch jetzt will er nichts mehr davon wissen. "Ich habe niemals gesagt, dass ich zu Real Madrid wechseln will", sagte er "TF 1".

"Wenn ich weg gewollt hätte, hätte ich das gesagt. Es verwirrt mich, weil ich niemals darüber geredet habe."

Ob damit die Spekulationen verstummen werden, ist allerdings mehr als fraglich.

"Sunday Express": Chelsea bietet 30 Millionen plus Bosingwa

So berichtet der "Sunday Express" von einem Angebot über 30 Millionen Euro plus Rechtsverteidiger Jose Bosingwa, den die Bayern bekanntlich gerne verpflichten wollen.

Zuvor hatte die Madrider Sportzeitung "Marca" eine Real-Offerte über ebenfalls 30 Millionen Euro vermeldet zuzüglich der beiden niederländischen Topstars Arjen Robben und Wesley Sneijder.

Doch die Bayern sind offenbar nicht bereit, sich auf diese und andere Optionen einzulassen.

"Franck wird auch am 1. September das Trikot des FC Bayern tragen", bekräftigte Hoeneß noch einmal.

Der Manager lobte auch erneut die Einstellung des Spielmachers, der fast die gesamte Vorbereitung wegen Kniebeschwerden versäumt hatte:

"Franck hat sich immer professionell verhalten. In der vergangenen Woche hat er trainiert wie ein Beserker."

Bayern-Fans bejubeln Comeback

Die Werbung hatte am Samstag Erfolg, als Ribery vor und nach seiner Einwechslung gegen Bremen von den Fans bejubelt wurde und frischen Winde in die Münchner Offensivbemühungen brachte. (NACHBERICHT: Ein Liebesbeweis überdeckt die Schwächen)

"Franck ist ein Ausnahmespieler, den es nur einmal gibt in der Liga. Da wird unser Spiel gleich anders, da wird es viel flotter, viel aggressiver, da wird es auch viel gefährlicher", meinte Torschütze Mario Gomez über Riberys 28-Minuten-Einsatz.

Der so Gelobte zeigte sich "zufrieden" über seine Rückkehr, blieb aber ansonsten bescheiden: "Ich habe versucht, das Maximum zu geben, aber da fehlte natürlich noch etwas."

Neue Töne von Ribery.

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