In seiner Sport1.de-Kolumne schreibt Huub Stevens über die neue Stärke der Hamburger. Auch Meister Wolfsburg imponiert ihm.

Hallo Fußballfreunde,

der zweite Spieltag stand für mich ganz im Zeichen der Nordklubs.

Toll, wie mein Ex-Klub, der HSV, gegen Dortmund gewirbelt hat. Vor allem Eljero Elia ist für mich eine Augenweide. Ein super Junge!

Drei Gründe machen ihn aus meiner Sicht zu einem echten Juwel in der Bundesliga:

Er dribbelt superstark, ist enorm schnell und unbekümmert. Dieser Niederländer hat Qualitäten, die in Deutschland selten sind. Er muss das aber natürlich weiter bestätigen.

Haben die Hamburger also alles richtig gemacht mit ihrem Einkaufzug? Noch ist es zu früh, diese Frage abschließend zu beantworten. Jedoch befindet sich der HSV auf jeden Fall auf einem sehr guten Weg.

Ich glaube, dass Hamburg ein ernsthafter Titel-Konkurrent für die Bayern ist. Alle Neuzugänge bringen Qualität, die den HSV verstärken.

Marcus Berg kann ein Garant für Tore sein. Schließlich hat er mit dem ersten Ballkontakt gegen Dortmund getroffen. Kein schlechtes Omen.

Bruno Labbadia weiß genau, was jetzt gefragt ist. Zugegeben, er hat noch nicht die Erfahrung, die andere Trainer besitzen. Er ist aber ein Coach, der führen kann. Er kann den HSV weiterbringen - wenn man ihm die Zeit dazu gibt.

Und niemand darf Wolfsburg vergessen!

Diese "Wölfe" sind einfach unheimlich bissig. Sie haben ihr Traum-Sturmduo behalten, dazu den Nigerianer Obafemi Martins geholt. Diese Offensive ist vom Feinsten.

Der große Vorteil des amtierenden Meisters: Hier müssen keine Spieler langwierig integriert werden.

Und auch der Trainerwechsel von Felix Magath zu Armin Veh tut Wolfsburg gut.

Die Spieler sind nun wieder gefordert, weil Veh doch nicht alles genauso macht wie sein Vorgänger. Die Profis müssen ihm zeigen, was sie drauf haben.

Titelkandidat Nummer eins bleibt für mich dennoch Bayern, auch wenn sie gegen Bremen nur ein Remis geholt haben.

Wenn ich aktuell auf die Tabelle schaue, tut es mir leid, dass Köln Letzter ist.

Ich habe ja selbst in der Domstadt gearbeitet.

Deshalb habe ich eine Bitte: Liebe Kölner, lasst euch zu keiner Panikreaktion verleiten. Trainer Zvonimir Soldo arbeitet gut. Man muss auch beachten, dass Köln gegen Dortmund und den Meister Wolfsburg gespielt hat.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC da unten bleibt. Er hat so gutes Spielermaterial zur Verfügung. Deshalb denke ich, dass Köln am Ende sogar einen Platz im vorderen Mittelfeld schaffen könnte.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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