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Philipp Lahm wurde mit dem FC Bayern dreimal deutscher Meister © imago

Im Sport1.de-Interview analysiert Bayern-Kapitän Philipp Lahm den Start, blickt auf das Werder-Spiel zurück und lobt Ivica Olic.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Das Remis gegen Werder Bremen war dem FC Bayern nicht genug.

Doch Philipp Lahm war trotzdem ein bisschen froh.

Im 106. Bundesliga-Spiel für die Münchner war er erstmals Kapitän von Beginn an, weil Mark van Bommel verletzt fehlt.

"Die Binde zu tragen, erfüllt mich mit Stolz. Und es ist ein besonderes Gefühl", beschreibt der 25-Jährige.

Eine spezielle Rolle spiele er deshalb aber nicht. "Ich sage immer meine Meinung. Ich stelle mich jetzt nicht in die Kabine und sage: 'Ich bin der Chef!", zitiert ihn die "tz".

Gerne hätte er bei seiner Kapitäns-Premiere einen Sieg eingefahren. Doch gegen Werder sprang für ihn und seine Kollegen nicht mehr als das 1:1 heraus.

Nach zwei Spieltagen haben die Bayern damit gerade einmal zwei magere Pünktchen auf dem Konto, nachdem es auch zum Start nur ebenfalls nur zu einem 1:1 in Hoffenheim gereicht hatte.

Das System mit der Raute, initiiert von Trainer Louis van Gaal(Interview: Wir müssen uns noch verbessern), greift noch nicht.

Ansätze sind erkennbar, doch nicht jeder Akteur kann sich bereits vollständig mit seiner Rolle identifizieren.

Anatoliy Timoshchuksucht noch nach der Bindung zu seinen Kollegen, Miroslav Klose nach der Form. Die Spielgestaltung aus der Zentrale heraus lässt ebenso zu wünschen übrig.

Ein Lichtblick und Hoffnungsschimmer für die Zukunft zugleich ist jedoch die Rückkehr von Franck Ribery(NACHBERICHT: Ein Liebesbeweis überdeckt die Schwächen).

Im Sport1.de-Interview spricht Philipp Lahm über den "Weltklasse-Spieler", blickt auf das Spiel gegen Werder zurück und lobt Ivica Olic.

Sport1.de: Herr Lahm, fühlt sich das Remis gegen Bremen wie eine Niederlage an?

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Philipp Lahm: Zuhause wollen wir immer drei Punkte holen. Das haben wir uns auch gegen Werder vorgenommen. Weil das nicht geklappt hat, sind wir natürlich auch enttäuscht.

Sport1.de: War das Gegentor der Knackpunkt?

Lahm: In der ersten Halbzeit auf jeden Fall. Wir haben die ersten 30 Minuten gut gespielt. Danach kam der Bruch, wir haben ein bisschen die Geduld und den Faden verloren. Das wurde erst in der zweiten Halbzeit wieder besser.

Sport1.de: Chancen waren dann da, warum braucht der FC Bayern so viele Chancen, um ein Tor zu machen?

Lahm: Wir sind am Anfang der Saison. Wir müssen noch einiges verbessern. Nicht nur die Chancenverwertung, sondern unser ganzes Spiel. Es war klar, dass es ein holpriger Start wird. Aber wir werden weiter hart arbeiten und dann unsere drei Punkte einheimsen - und das hoffentlich schon am nächsten Wochenende in Mainz.

Sport1.de: Zwei Remis zum Auftakt sind also kein Fehlstart?

Lahm: Nein, weil wir in Hoffenheim und gegen Werder gespielt haben. Das sind zwei starke Mannschaften. Aber klar, wir haben uns mehr vorgenommen als zwei Punkte aus zwei Spielen. Das steht außer Frage.

Sport1.de: Wie lange braucht das Team noch, um eingespielt zu sein?

Lahm: Das ist schwer zu sagen. Der Trainer will alles sehr genau. Bis man das zu 100 Prozent umsetzen kann, braucht es Zeit. Wichtig ist, dass wir in der nächsten Zeit endlich wieder gewinnen, um nicht gleich wieder hinterher zu laufen.

Sport1.de: Inwiefern beflügelt Franck Ribery die Mannschaft?

Lahm: Es ist wichtig, dass alle fit sind. Ein Weltklasse-Spieler wie Ribery ist natürlich umso wichtiger. Ich bin froh, wenn er wieder 90 Minuten spielen kann.

Sport1.de: Denken Sie, dass sich Ivica Olic einen Stammplatz erkämpft hat?

Lahm: Ivica hat seine Sache sehr gut gemacht. Er arbeitet unheimlich viel, bietet sich immer wieder an. Das wurde in der zweiten Halbzeit ganz deutlich.

Sport1.de: Fühlen Sie sich eigentlich richtig wohl auf der rechten Seite?

Lahm: Eindeutig, ja.

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