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Jens Lehmann wechselte im Sommer 2008 vom FC Arsenal zum VfB Stuttgart © imago

Paukenschlag kurz vor dem Millionenspiel gegen Timisoara: Stuttgarts Torhüter kündigt seinen Abschied zum Saisonende an.

Stuttgart - Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann will seine Karriere nach dem Ende dieser Saison definitiv beenden.

"Dann ist Schluss", sagt der 39-Jährige im Interview mit Sat.1 im Vorfeld des Champions-League-Qualifikationsspiels seines VfB Stuttgart gegen den FC Timisoara.

"Ja, dann reicht es mir. Es wird Zeit, etwas anderes zu machen. Vielleicht auch mal ein bisschen raus aus der Öffentlichkeit. Das ist gerade in Deutschland auch nicht immer so angenehm. Darauf freue ich mich."

Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart, hatte Lehmann unlängst sogar eine Vertragsverlängerung angeboten. Generell werde der Verein "Jens in seiner Lebensplanung unterstützen".

Studium oder Trainerschein?

Lehmann hatte im Mai erklärt, dass er sich überlege, ob er sich nach der Karriere durch ein Studium weiterbilden wolle. Zudem sei möglich, dass er den Trainerschein mache, da er sich eine weitere Tätigkeit im Fußball sehr gut vorstellen könne.

Er wird am 10. November 40 Jahre alt und ist Vater von zwei Kindern.

WM noch nicht abgehakt

Als krönenden Abschluss seiner Karriere liebäugelt Lehmann weiter damit, für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nominiert zu werden.

"Warum nicht? Man muss sich immer neue Ziele setzen und zudem weiß man ja nie, was passiert", hatte er unlängst erklärt. Bundestrainer Joachim Löw hatte aber ebenso wie Bundestorwarttrainer Andreas Köpke eine Rückkehr Lehmanns in die Nationalmannschaft kategorisch ausgeschlossen.

Der 61-malige Nationalspieler Lehmann war nach der EM 2008 in Österreich und der Schweiz im August 2008 zurückgetreten. Er stand auch 2006 bei der Weltmeisterschaft als Stammkeeper im deutschen Tor.

Durchbruch auf Schalke

Lehmann hatte in der Saison 1988/89 bei Schalke 04 seinen Durchbruch im Profifußball geschafft.

Über die Stationen AC Mailand, Borussia Dortmund und FC Arsenal kam er im Vorjahr zum VfB Stuttgart und führte den Verein maßgeblich in die Qualifikation für die Champions League.

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