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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Marko Marin (r.) wurde im Spiel gegen FK Aktobe zur Halbzeit ausgewechselt © getty

Als der 20-Jährige gegen Aktobe ausgewechselt wird, kommt Werder plötzlich in Schwung. Nun scheint er nur noch zweite Wahl.

Bremen - Als es endlich besser lief bei Werder Bremen, war Marko Marin schon draußen.

Die zweite Halbzeit, in der der deutsche Pokalsieger gegen FK Aktobe doch noch einen standesgemäßen 6:3 (3:2)-Sieg herausschoss, war für den Junioren-Europameister eine gefühlte Niederlage (DATENCENTER: Europa League-Playoffs).

Und es könnte noch schlimmer kommen:

Ausgerechnet beim Gastspiel seines Ex-Klubs Borussia Mönchengladbach am Sonntag (ab 17 Uhr LIVE) droht dem 20-Jährigen der Verlustes seines Platzes in der Startformation.

Marin ist noch nicht angekommen

Zu fahrig, zu verspielt, zu weich - gegen die rustikalen Kasachen fehlt es Marin an Durchschlagskraft und auch am Zug zum Tor.

Noch ist das in Bosnien-Herzegowina geborene Leichtgewicht bei den Hanseaten nicht so recht angekommen.

Trainer Thomas Schaaf vermied zwar wie gewohnt jegliche Einzelkritik, machte für die drei Gegentore des krassen Außenseiters aber ausdrücklich nicht nur die Abwehrspieler verantwortlich:

"Schon vorher wurden vorne in der Defensivarbeit Fehler gemacht."

Robustheit fehlt

Auch Klaus Allofs sieht bei Marin noch Luft nach oben:

"Marko muss an Robustheit hinzugewinnen. Natürlich ist das ein Sprung von Mönchengladbach zu Werder", sagte der Werder-Geschäftsführer im Interview mit Sport1.de.

Allofs ist sich aber sicher: "Das wird er lernen."

Wiedersehen mit den alten Kameraden

Die Freude über das Wiedersehen mit den alten Kameraden will sich Marin dennoch auf keinen Fall verderben lassen: "Schließlich habe ich der Borussia viel zu verdanken, hatte dort eine fantastische Zeit und ich bin Nationalspieler geworden."

Der 20-Jährige unterschrieb im Juni 2007 einen Profivertrag bei den "Fohlen". Marin gehörte gleich in seiner ersten Saison zu den besten Vorbereitern der Zweiten Liga.

"Ich will mit Werder gewinnen"

Nach dem Aufstieg mit der Borussia wirbelte er auch in der Bundesliga seine Gegenspieler ordentlich durcheinander, bevor er im Sommer für knapp 10 Millionen Euro an die Weser wechselte.

"Trotzdem will ich mit Werder natürlich gewinnen", erklärte der Mittelfeldspieler.

Eine Entschlossenheit, die ihm und seinen neuen Teamkollegen im Qualifikations-Hinspiel für die neue Europa League gegen den kasachischen Meister über weite Strecken fehlte.

3700 Kilometer lange Reise

"Wir haben zu nachlässig gespielt, immer wieder hat bei uns ein Schritt gefehlt. Drei Gegentore darf es gegen eine solche Mannschaft nicht geben", erklärte Mannschaftskapitän Torsten Frings.

Aber da die Gäste insbesondere bei hohen Bällen eklatante Schwächen offenbarten, können die Norddeutschen letztlich gelassen die 3700 Kilometer lange Reise zum Rückspiel am 27. August (16 Uhr) antreten.

"Wir sind noch nicht durch, aber wenn wir so konzentriert wie in der zweiten Halbzeit auftreten, gibt es keine Gefahr mehr", analysierte Nationalspieler Per Mertesacker.

Özil und Naldo mit Doppelpack

Der für Marin eingewechselte Hugo Almeida leitete mit seinem Treffer in der 60. Minute vor 21.446 Zuschauern den grün-weißen Umschwung ein.

Jeweils zwei Tore für den Bundesliga-Zwölften erzielten Mesut Özil (28. und 67./Foulelfmeter), Naldo (36. und 65. ), Sebastian Boenisch (17.) erzielte den Führungstreffer. Für Aktobe trafen Sergej Strukow (21. und 32.) sowie Samat Smakow (87.).

Torschütze Naldo wird seinen bis 2012 laufenden Vertrag bei Werder übrigens frühzeitig bis 2013 verlängern.

"In der nächsten Woche kommt mein Berater nach Bremen, dann werde ich meinen Vertrag verlängern", verriet der 26-jährige Brasilianer der "Syker Kreiszeitung".

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