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Heiko Westermann (r.) wechselte 2007 von Arminia Bielefeld zum FC Schalke 04 © imago

Dem Schalker Kapitän missfällt der Rückfall in alte Zeiten, und er spricht von einer "Katastrophe". Hoffenheim fehlen die Tore.

Sinsheim - Als Schalke 04 unter dem neuen Regenten Felix Magath sein altes Gesicht gezeigt hatte, schlug Kapitän Heiko Westermann Alarm.

"Das war katastrophal. Das war die erste echte Standortbestimmung gegen eine Spitzenmannschaft und es kam viel zu wenig. Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir ganz anders auftreten", erklärte Westermann nach der Nullnummer bei 1899 Hoffenheim und dem Dämpfer in der Bundesliga offen.

Magath hielt sich mit seiner Kritik allerdings zurück. "Unsere Leistung war nicht katastrophal, aber schlecht", meinte der 56 Jahre alte Alleinherrscher und stellte seinen "Untertanen" im "kämpferischen Bereich ein Sehr gut" aus.

Pliatsikas und Kenia auf der 10

Doch der Einsatz war das Einzige, was bei den Knappen diesmal stimmte. Stattdessen wurde ein altes Problem zu Tage befördert: Magath fehlt ein Regisseur wie er ihn in Zvjezdan Misimovic bei Meister VfL Wolfsburg hatte.

In Hoffenheim ließ Magath Spielmacher Ivan Rakitic auf der Bank und versuchte es je 45 Minuten mit Vasilios Pliatsikas sowie Levan Kenia auf der Schlüsselposition.

Beide konnten kaum Akzente setzen. Kevin Kuranyi war im Sturm entsprechend auf sich alleine gestellt. "Wir haben nur einmal aufs Tor geschossen. So kann man nicht gewinnen", stellte Westermann zurecht fest.

Neuer rettet Schalke einen Punkt

Als Sieger durfte sich nur Torhüter Manuel Neuer fühlen. "Er hat uns den Punkt gerettet", zollte Magath dem U-21-Europameister ein Lob und meinte in Bezug auf Neuers Ambitionen in der Nationalmannschaft: "Manuel hat internationales Format."

Neuer selbst stellte aber keine Forderungen. "Ich kann nur versuchen, gut zu halten. Entscheidungsträger sind andere", sagte der 23-Jährige.

Ibisevic immer besser in Form

Neuer ließ die Hoffenheimer vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim verzweifeln.

Auch Torjäger Vedad Ibisevic, der nach seinem Kreuzbandriss seit Saisonbeginn wieder im Team ist, scheiterte mehrmals am Schalker Schlussmann, stellte aber das Positive in den Vordergrund.

"Ich fühle mich von Spiel zu Spiel besser. Es fehlt noch ein Tor. Aber das kommt noch", sagte der Bosnier, der im letzten Jahr mit 18 Treffern in der Hinrunde für Furore gesorgt hatte.

Weiner verweigert Elfmeter

In den entscheidenden Situationen hatte Hoffenheim auch Pech.

Ein Foul in der zweiten Halbzeit an Chinedu Obasi im Strafraum ließ Schiedsrichter Michael Weiner ungeahndet.

Zudem verschonte er Benedikt Höwedes nach wiederholtem Foulspiel vor einer Gelb-Roten Karte.

Die Tore fehlen

Trainer Ralf Rangnick, der gegen seinen Ex-Klub weiter ungeschlagen ist, wollte das aber nicht als Entschuldigung gelten lassen.

"Wir hätten so oder so gewinnen müssen. Wir haben über weite Strecken richtig gut gespielt, nur die Zahl der Tore stimmte nicht", sagte Rangnick.

Mit Blick auf die dürftige Ausbeute von zwei Zählern forderte Rangnick vor dem nächsten Auswärtsspiel bei Hannover 96: "Jetzt müssen wir mit dem Punkten loslegen."

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