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Piotr Trochowski spielt seit 2005 für den Hamburger SV © getty

Piotr Trochowski ist überhaupt nicht nervös vorm Nordderby gegen Wolfsburg. Bei Sport1.de erklärt er die Gründe dafür.

Von Daniel Rathjen und Mathias Frohnapfel

München - Den HSV kann im Moment wohl gar nichts erschüttern.

Selbst auf die Notlandung in Paris nach dem Europa-League-Playoffspiel in Guingamp reagieren die Hanseaten cool.

"Es war relativ unspektakulär, allenfalls ein bisschen unangenehm", berichtet Piotr Trochwoski im Gespräch mit Sport1.de.

"Der Pilot hat per Lautsprecher durchgegeben, dass wir durch ein Leck im Flugzeug Flüssigkeit verlieren und die Reise abbrechen müssen."

"Wir sind in absolut guter Form"

Eine solche Durchsage und andere hätten drei Wochen Herzrasen. Doch der HSV-Spielgestalter ist mit seinen Gedanken längst beim Nordderby gegen Wolfsburg.

Es ist das Topspiels des Sonntags, an dem sich auch Bochum und Hertha sowie Bremen und Gladbach gegenüberstehen. (alle Spiele ab 15.15 Uhr im neuen LIVE-TICKER)

"So schnell kann uns momentan nichts aus der Bahn werfen. Wir sind in absolut guter Form und voller Optimismus, dass wir gegen Wolfsburg daran anknüpfen können", meint Trochowski vor dem Schlager.

Dabei wurde der 5:1-Erfolg in Guingamp auch von den Verletzungen der beiden Abwehrspieler Guy Demel (Fußprellung) und Marcell Jansen (Kapselverletzung im Knie) überschattet.

Und der Meister ist heiß auf das Duell, wie Andrea Barzagli gegenüber Sport1.de bestätigt.

Der Abwehrchef freut sich auf die "große Herausforderung" und setzt auf den Vorteil des Heimspiels. "Das müssen wir auch ausnutzen". (DATENCENTER: Der 3. Spieltag).

Spektakel fast garantiert

Das Nordderby verspricht auf jeden Fall ein Spektakel zu werden. Noch nie in zwölf Jahren Bundesliga endete das Spiel 0:0 und zu Beginn dieser Spielzeit überzeugten beide Teams mit ihrer Offensive.

Für den mit zwei Siegen absolut überzeugend in die Saison gestarteten Meister ergibt sich eine große Chance.

"Besonders für uns ist das ein Topspiel, weil wir die Möglichkeit haben, uns oben festzusetzen", sagte Trainer Armin Veh. "Allein deswegen ist es ganz wichtig für uns."

Vor allem die gut aufgelegten Stürmer, darunter Neuzugang Obafemi Martins, stimmen den Coach optimistisch.

Allerdings: Auch beim HSV knipsen bislang die Torjäger, wie Mladen Petric, um den sich der VfL im Sommer vergeblich bemüht hatte.

"Wir kombinieren nach vorne durch und davon profitieren auch wir Stürmer", sagte der Kroate, der in Frankreich gleich dreimal erfolgreich war.

Marin trifft auf Ex-Klub

Im grün-weißen Werder-Trikot könnte indes Marko Marin ein Wiedersehen mit seinen alten Kollegen feiern.

Der Nationalspieler war erst vor dieser Saison für acht Millionen Euro vom Niederrhein an die Weser gewechselt.

Hundertprozentig eingeschlagen ist der kleine Dribbler bei seinem neuen Team aber noch nicht und so droht ihm möglicherweise ausgerechnet gegen seinen alten Klub zunächst die Bank.

"Marko ist ein großartiger Spieler mit großen individuellen Fähigkeiten", erklärte Trainer Thomas Schaaf, ergänzte aber auch:

"Aber bei der Abstimmung innerhalb der Mannschaft gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten. Auch was die Fitness angeht, muss er noch Dinge aufarbeiten."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfL Wolfsburg - Hamburger SV

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Josue - Ziani, Gentner - Misimovic - Grafite, DzekoHamburg: Rost (Hesl) - Benjamin, Boateng, Mathijsen, Aogo - Ze Roberto, Jarolim - Trochowski, Elia - Guerrero, PetricSchiedsrichter: Kircher

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach (beide 17.30 Uhr)

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings, Borowski - Özil, Hunt - Almeida, PizarroMönchengladbach: Heimeroth - Levels, Kleine, Brouwers, Jaures - Bradley, Meeuwes, Marx - Matmour, Arango - BobadillaSchiedsrichter: Perl

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