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Tranquillo Barnetta (r.) erzielt für Bayer seine ersten beiden Saisontore © getty

Mit einem Kantersieg bei Aufsteiger Freiburg erobert Leverkusen die Tabellenführung. Ein Schweizer Duo erzielt vier der fünf Treffer.

Freiburg - Dank des besten Saisonstarts seit fünf Jahren hat sich Bayer Leverkusen an die Tabellenspitze der Bundesliga gesetzt.

Das Team des neuen Trainers Jupp Heynckes feierte durch den 5:0 (1:0)-Auswärtssieg beim Aufsteiger SC Freiburg den zweiten Dreier in Folge und überholte mit sieben Punkten dank der besseren Tordifferenz den bisherigen Spitzenreiter Schalke 04.

Stürmer Stefan Kießling (35.) mit seinem dritten Saisontor, und die Schweizer Tranquillo Barnetta (47., 76.) und Eren Derdiyok (70., 84.) besiegelten den ersten Auswärtserfolg der Leverkusener, während die weiter sieglosen Freiburger bereits die zweite Niederlage kassierten.

Zuletzt waren die Breisgauer vor 14 Jahren schlechter in eine Bundesliga-Saison gestartet.

Gute Chancen für Freiburg

Vor 22.000 Zuschauern bestachen zunächst die Freiburger durch eine hohe Laufbereitschaft und Kampfgeist. Allerdings gingen die lange Zeit überlegenen Gastgeber wieder einmal fahrlässig mit ihren Chancen um.

Allein Mittelfeldspieler Jonathan Jäger vergab im ersten Abschnitt drei gute Einschussmöglichkeiten (19., 30., 39.).

Vor allen Dingen Mohamadou Idrissou und Du-Ri Cha wirbelten immer wieder die alles andere als sattelfeste Bayer-Abwehr um den finnischen Neuzugang Sami Hyypiä durcheinander.

Kießling zur Führung

Wesentlich effektiver agierten eine Woche nach dem 1:0 gegen 1899 Hoffenheim die Leverkusener. Bezeichnend, dass der zweimalige Nationalspieler Kießling gleich die erste vielversprechende Chance zur schmeichelhaften Bayer-Führung nutzte.

Der 25-Jährige schloss nach feinem Pass von Simon Rolfes aus zwölf Metern ab. Kurz vor der Pause hätte Renato Augusto für die Gäste sogar noch erhöhen können.

Doch SCF-Keeper Manuel Salz, der erneut Stammtorhüter Simon Pouplin (Schulterverletzung) vertrat, parierte prächtig (44.).

Auftakt nach Maß nach der Pause

Unmittelbar nach dem Wechsel wurde der Aufsteiger dann eiskalt erwischt. Barnetta ließ zunächst die Freiburger Abwehr ganz schlecht aussehen und schlenzte den Ball aus halblinker Position zum 2:0 ins Tor.

Die geschockten Hausherren warfen nun alles in die Waagschale, wirkten dabei oft recht unbeholfen. Einen Patzer leistete sich dann noch SCF-Keeper Salz, der einen Freistoß von Derdiyok aus 22 Metern durch die Finger zum 0:3 gleiten ließ.

Beim 0:4 und 0:5 zeigten die Freiburger dann nur noch wenig Gegenwehr.

Foul an Idrissou

Für Wirbel sorgte noch eine strittige Situation, in der Idrissou in der 52. Minute im Strafraum von Manuel Friedrich am Trikot gezogen wurde.

Schiedsrichter Marco Fritz, der sein erstes Bundesligaspiel pfiff, verweigerte den fälligen Elfmeter.

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