Alles sollte besser werden beim FC Bayern, doch nach dem schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren werden Erinnerungen ans Vorjahr wach.

Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache:

So schlecht wie diesmal ist der FC Bayern zuletzt in Zeiten des Schwarzweiß-Fernsehens und des Kalten Krieges in eine Bundesliga-Saison gestartet.

Fast genau 43 Jahre ist es her, als der spätere deutsche Rekordmeister nach einem 0:0 gegen Hannover 96 am 3. September 1966 ebenfalls nur zwei Zähler nach den ersten drei Spieltagen auf dem Konto hatte.

Damals konnten sich die Bayern einen solchen Fehlstart noch erlauben, heute ist das anders.

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Auch wenn noch gar nichts entschieden ist, sind die erfolgsverwöhnten Anhänger schon tief enttäuscht. Zumal nach dem Frust-Jahr unter Jürgen Klinsmann alles besser werden sollte.

Doch noch hat Louis van Gaal nicht die Kurve bekommen.

Wie in der Vorsaison wackelt die Abwehr inklusive Torhüter Michael Rensing, das Mittelfeld agiert ideenlos, der Sturm ist harmlos und auch das Engagement lässt sehr zu wünschen übrig.

Im vergangenen Herbst wurde die Kritik am enttäuschenden Millionen-Ensemble bis ins Frühjahr als Panikmache abgetan.

So könnte man auch jetzt wieder argumentieren: Noch ist nichts passiert, der Trainer braucht einfach Zeit, bis seine Maßnahmen Erfolg haben.

Aus der Erfahrung mir Klinsmann ist es aber dennoch geboten, schon jetzt auf die vielen Bayern-Baustellen hinzuweisen.

Das fängt an bei van Gaal selber, der seit der letzten Meisterschaft mit dem FC Barcelona 1999 seit zehn Jahren international ohne Erfolge geblieben ist.

Mit der niederländischen Nationalmannschaft scheiterte er ebenso wie bei seinen zweiten Anläufen bei Barca und Ajax Amsterdam. Einzige Referenz also ist die Meisterschaft in der zweitklassigen heimischen Liga mit Alkmaar.

Von daher bleibt auch abzuwarten, ob seine Kaderentscheidungen die richtigen sind. Das gilt fürs Mittelfeld, wo ohne den abwanderungswilligen Ribery fast komplett die Kreativität fehlt.

Das gilt aber vor allem für die Defensive, in der Lucio als Eckpfeiler der letzten Jahre freiwillig abgegeben wurde.

Und auch im Tor, wo die Bayern ebenfalls bewusst entschieden haben nicht zu handeln, bleiben die Probleme offenkundig bestehen

Der FCB muss daher so schnell wie möglich die Wende einleiten, sonst werden die Zweifler von Woche zu Woche lauter werden.

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