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Michael Zorc ist mit 463 Bundesligaspielen der Rekorspieler bei Borussia Dortmund © getty

Der BVB-Manager kritisiert die Ermittlungen gegen Subotic und Lehmann und plädiert für die Tatsachenentscheidung. Tinga fehlt vorerst.

Dortmund - Mit heftiger Kritik hat Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund auf die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses im Fall Neven Subotic und Jens Lehmann reagiert. (zum Artikel: DFB ermittelt)

Der Ex-Profi ist empört darüber, dass das Gremium aktiv wird.

Es sei eine "Ungeheuerlichkeit", dass der Ausschuss "auf das Trommeln der Medien" reagiere, sagte der 46-Jährige dem "kicker".

Zorcs Kritik bezieht sich auf die Entscheidungsfindung nach der durch Fernsehbilder belegten Auseinandersetzung zwischen beiden Akteuren beim Bundesligaspiel des BVB gegen den VfB Stuttgart (1:1).

Referee hat nichts gesehen

Lehmann und Subotic hatten sich dabei jeweils mit den Ellbogen attackiert. (NACHBERICHT: Dicke Lippe für "Buhmann" Lehmann)

Schiedsrichter Helmut Fleischer hatte angeblich "weder das Schlagen von Lehmann noch das von Subotic" wahrgenommen und die Szenen "nicht bewertet".

Gesehen habe er nur ein Zurückweichen von Lehmann und "auf Verdacht wegen Torwartbehinderung" gepfiffen.

"Wenn auf Verdacht gepfiffen wird, wird die Schiedsrichterei ad absurdum geführt. Hier lag eine glasklare Tatsachen-Entscheidung vor", sagte Zorc.

Subotic müsste dann wie auch der als Provokateur entlarvte VfB-Torhüter Lehmann mit einer Sperre wegen Tätlichkeit rechnen.

Tinga fällt zwei Wochen aus

Feststeht bereits, dass der BVB neben Sebastian Kehl vorerst auch auf den brasilianischen Mittelfeldspieler Tinga verzichten müssen.

Der 30-Jährige erlitt am Samstag einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. Dies wurde bei einer Kernspintomographie in der Unfallklinik in Duisburg am Montag bestätigt.

Beu Subotic hingegen kann sich die Entscheidung noch ein wenig hinziehen.

Der DFB teilte auf Sport1.de-Anfrage mit, dass er am Montag keine weitere Auskunft zum Fall geben wird.

Rückfrage beim Schiedsrichter

Nach Vorlage des Spielberichts von Fleischer beim DFB wird der Kontrollausschuss zunächst mündlich beim Referee rückfragen.

Danach werden die Erkenntnisse dahingehend überprüft, ob eine Tatsachen-Entscheidung vorliegt oder eine Anklage aufgrund der Fernsehaufnahmen erhoben wird.

Im Fall der Anklage werden Lehmann und Subotic zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert.

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