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Uli Hoeneß holte als Spieler mit dem FCB dreimal den Landesmeisterpokal © imago

Bayerns Fehlstart hat den Manager nachdenklich gemacht. Transfers schließt er nicht mehr aus. Doch Real-Stars kommen nicht.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Der Blick auf die Tabelle frustriert die Bayern: 13 Teams stehen nach dem dritten Spieltag vorm Rekordmeister.

Und der schlechteste Saisonstart seit 43 Jahren könnte die Münchner nun dazu bringen, ihre bisherige Strategie zu überdenken.

Bis vor kurzem hatte Uli Hoeneß verkündet, dass die Kaderplanung der Roten abgeschlossen sei.

Nach dem peinlichen 1:2 in Mainz will er indes Neueinkäufe "nicht ausschließen", wie er der "Süddeutschen Zeitung" sagte.

Van der Vaart und Sneijder kein Thema

Der Frust beim FCB-Manager ist groß, zumal die Münchner seit nunmehr 37 Spieltagen nicht mehr Spitzenreiter waren. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Dennoch erklärte Hoeneß, dass die Bayern kein Interesse an Wesley Sneijder von Real Madrid hätten.

Und auch einen anderen von Real ausgemusterten Spielgestalter wollen die Münchner laut "Bild"-Informationen nicht: Rafael van der Vaart.

Ob die Münchner überhaupt im Mittelfeld noch aktiv werden, ist fraglich.

Dabei fahndet Trainer Louis van Gaal weiter nach dem idealen Spielsystem und auch die (interne) Suche nach einem Kandidaten für die Zehner-Position ist noch nicht abgeschlossen. (Der große Frust in Lederhosen)

Die Transferaktivitäten dürften sich dennoch auf zwei andere Mannschaftsteile konzentrieren: Tor und Abwehr.

Sport1.de zeigt mögliche Optionen des Vizemeisters auf.

Enke oder Wiese als Kandidaten

Nationalkeeper Robert Enke ist ein Keeper, der Bayern sofort helfen könnte. Hannovers Präsident Martin Kind signalisierte erneut Gesprächsbereitschaft. "Wir sind ein seriöser Gesprächspartner für alle. Ergebnisoffen", sagte er der "Bild".

Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg brachte derweil Werders Tim Wiese ins Gespräch.

"Wiese ist ein sehr, sehr guter Torwart mit riesiger internationaler Erfahrung, man hätte fünf, sechs Jahre Ruhe, wenn man ihn bekommen hätte."

Breitner beobachtet Arne Friedrich

Laut "Bild" hat Bayern-Scout Paul Breitner zudem den Berliner Kapitän Arne Friedrich beim Spiel in Bochum beobachtet.

Der Nationalspieler würde etwa fünf Millionen Ablöse kosten und brächte den Vorteil, dass er sowohl als Innenverteidiger als auch auf der rechten Außenposition seine Stärken hat.

Bekannt ist außerdem, dass Friedrichs Verhältnis zu Trainer Lucien Favre getrübt ist. Darüber hinaus bemängelte er zuletzt die "fehlende Qualität" im Kader.

Womöglich geht aber der Blick der Bayern nach Schalke. Schon in der vergangenen Saison gab es immer wieder Spekulationen um den Brasilianer Rafinha.

Ins Anforderungsprofil würde der Rechtsverteidiger passen. In diese Saison ist er zudem mit guten Leistungen gestartet, so dass der AC Mailand, Juventus Turin und angeblich auch der FC Barcelona Interesse haben sollen.

Matthäus sorgt sich

Derweil haben sich ehemalige Bayern-Stars zu Wort gemeldet.

"Ich mache mir große Sorgen, ich hänge an diesem Klub", sagte beispielsweise Lothar Matthäus dem "Express".(KOMMENTAR: Die ersten Fragezeichen)

Und sein ehemaliger Teamgefährte Oliver Kahn machte seinen Nachfolgern einen großen Vorwurf.

"Der FC Bayern hatte immer eine glasklare Philosophie. Nicht die Namen sind die stärksten, sondern die Mannschaft muss die stärkste sein", erklärte er gegenüber der "Bild".

Kahn fordert "Siegeswillen"

"Es gehe nicht um irgendein Training oder das System, sondern das Team müsse den unbedingten Willen zum Sieg haben."

Und Stefan Effenberg verschärfte noch einmal seine Kritik am FCB. "Bayern ist kein Titelfavorit", unkte er.

"Da ist nicht die Qualität vorhanden, um wirklich ganz oben mitzuspielen, schon gar nicht im internationalen Bereich."

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