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Franck Ribery (v.) hat noch einen Vertrag bis 2011 beim FC Bayern © getty

Franck Ribery kann sich nun doch die Spielmacher-Position vorstellen. Auf dem Transfermarkt sieht es für Bayern weniger rosig aus.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Franck Ribery hat seine Meinung geändert - zur Freude der Bayern-Bosse. Der Franzose kann sich die Spielmacher-Position beim FC Bayern nun plötzlich doch vorstellen.

"Ich werde die Position des Zehners ausprobieren und sehen, wie es funktioniert", sagte der Franzose der "Sport Bild". "Ich vertraue erst mal der Erfahrung unseres Trainers, der mich dort sieht."

Den Bayern kommt der Sinneswandel von Ribery zupass, der zuvor hartnäckig auf seine Rolle auf der linken Seite beharrt hatte.

Denn mögliche Alternative bieten sich kaum oder sind nicht gewollt.

Van der Vaart im Sonderangebot

Die Real-Spieler Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart sind für die Bayern-Bosse, die Neuzugänge nicht mehr ausschließen, keine Optionen.

Dabei hat Robert Geerlings, Berater von Rafael van der Vaart, gegenüber der "tz" gesagt: "Rafael will unbedingt zur WM. Deswegen ist es wichtig für ihn zu spielen - und das am besten bei einem großen Klub."

Auch der Rekordmeister wäre für den Niederländer interessant, doch seine Flirtversuche lassen die Bayern kalt.

Und das, obwohl van der Vaart womöglich sogar ablösefrei beziehungsweise gegen eine geringe Summe zu haben wäre.

HSV im Kontakt mit van der Vaart?

"Die Rolle des halben Stürmers, die er beim HSV hatte, gibt es bei uns nicht", erklärte Hoeneß vor dem Mittwochs-Testspiel gegen Union Berlin.

Stattdessen sollen die stark in die Liga gestarteten Hamburger im Kontakt zu ihrem Ex-Spieler stehen.

Zaubert Bayern also keinen Profi für die zentrale Position aus dem Hut, folgt eine Fortsetzung des Experiments Ribery als "Zehner". 93065(DIASHOW: Die Baustellen des FC Bayern)

"Ich fühle mich in jeder offensiven Rolle wohl", sagte Franck Ribery. "Nun versuche ich mich auf der Zehn."

Sogar für Frankreichs Nationalelf könnte das eine Variante sein.

Ribery: "Ein schwieriger Sommer"

Auch zum Dauerwerben von Real Madrid nahm Ribery Stellung:

"Das war tatsächlich ein sehr schwieriger Sommer für mich. Am meisten habe ich mich über das geärgert, was geschrieben wurde. Ich habe nie gefordert, dass ich weggehen darf."

Ein großes Anliegen ist es dem Franzosen, sich mit Franz Beckenbauer auszusprechen. Der hatte ihm unterstellt, sich in München "nur einen Namen machen" zu wollen. Der gemeinste Giftpfeil des "Kaisers": "Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht."

Hoffen auf Versöhnung mit dem "Kaiser"

Der 26-Jährige hatte gekränkt reagiert und meinte nun: "Als Spieler sieht man ihn ja nie. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass er mir so etwas persönlich sagt. Es wäre schön, wenn wir mal persönlich darüber reden können."

Die Bayern vertrauen unterdessen darauf, dass Ribery in der ungewohnten Rolle als Zehner überzeugt. Lücken könnten stattdessen bis zum Schluss der Transferfrist am 31. August noch in anderen Mannschaftsteilen geschlossen werden.

Drobny im Kandidatenkarussell

Besonders auf der Torhüter-Position gibt es nach den jüngsten Patzern von Michael Rensing Handlungsbedarf.

Paul Breitner soll beim Spiel Bochum - Berlin auch Herthas Keeper Jaroslav Drobny beobachtet haben.

Enke sagt ab

Nationalkeeper Robert Enke rechnet derweil nicht mehr damit, dass er kurzfristig von Hannover nach München wechselt.

Laut "tz" habe es keinen Kontakt zum FCB gegeben. "Aus meiner Sicht ist es sehr, sehr unrealistisch, dass sich bis zum 31. August noch etwas tut", wird Enke zitiert

Im Moment scheinen die Münchner in einer Falle zu stecken. Zum Wunschtorhüter Manuel Neuer sind Kontakte geknüpft, doch ein Wechsel scheint vor der Saison 2010/11 ausgeschlossen.

Ein anderer Keeper käme aber wohl kaum, sollte er lediglich Ausblick auf eine Spielzeit als Stammkraft bekommen.

Friedrich bekennt sich zur Hertha

Auch die Suche nach neuen Abwehrkräften bleibt vorerst erfolglos.

"Für mich gibt es nur Hertha", sagte Berlins Kapitän Arne Friedrich, den die Bayern ebenfalls ins Kalkül gezogen haben sollen.

Stattdessen wird über neue Namen wie Juan Vargas vom AC Florenz und den Norweger John Arne Riise (AS Rom) nachgedacht, die laut "Abendzeitung" im Gespräch sind.

Kaladze "nicht auf dem Markt"

Auch Kakha Kaladze vom AC Milan habe auf der Münchner Liste gestanden. Doch aus Mailand gab es bereits ein definitives Nein. "Er ist nicht auf dem Markt. Kaladze wird sicher weiter bei Milan spielen", sagte Vizepräsident Adriano Galliani italienischen Medien.

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