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Der FC Bayern überweist für Arjen Robben (l.) 25 Millionen an Real Madrid © getty

Vor der Spiel gegen den Deutschen Meister weist der Bayern-Coach die Favoritenrolle von sich. Ribery steht vor dem Comeback.

München - Superstar Arjen Robben in einer Blitzaktion verpflichtet (zum Artikel) und schon zig Millionen Euro investiert.

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal bettelt vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (ab 18 Uhr LIVE) gegen Titelträger VfL Wolfsburg dennoch förmlich um die Außenseiterrolle.

"Uns fehlt bisher die Kreativität, wir sind noch nicht in einer guten Verfassung", sagte der Niederländer, der mit dem Rekordmeister den schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren hingelegt hat.

Angesichts der hochpreisigen Transferpolitik beim Rekordmeister fast schon eine verbale Bankrotterklärung des 58-Jährigen, der bei einer weiteren Niederlage wohl schon nach nur vier Spieltagen um seinen Job fürchten muss.

Ribery wieder im Kader

Davor bewahren könnte ihn möglicherweise die französische Fußball-Diva Franck Ribery, der exzentrische Mittelfeldspieler wird nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen zumindest im Kader der Münchner stehen.

Und er könnte gebraucht werden, um die 1:5-Schlappe in Wolfsburg in der vergangenen Saison aus den Köpfen der Spieler und auch der Fans zu verbannen.

Manager Uli Hoeneß markiert jedenfalls den Selbstbewussten, ganz anders als van Gaal: "Wir sind der FC Bayern und wollen dieses Spiel gegen einen überragenden Gegner gewinnen."

Veh sieht Bayern als Favorit

Wolfsburgs Coach Armin Veh lässt sich aber vom Münchner Trainerkollegen nicht aus der Reserve locken: "Die Bayern sind Rekordmeister, spielen zu Hause und sind auch Favorit für dieses Spiel. Natürlich haben sie jetzt etwas Druck, aber ob das positiv oder negativ für uns ist, kann man überhaupt nicht sagen."

Auch die Statistik spricht klar für die Platzherren, die von zwölf Heimspielen gegen die "Wölfe" elf gewannen und nur einmal Remis spielten.

Josue-Ausfall schmerzt

Zudem fehlt den Niedersachsen "Leitwolf" Josue nach einer Meniskusoperation. Für Veh eine enorme Schwächung.

"Er ist nicht nur Kapitän, sondern auch das Herzstück unserer Mannschaft, sein Ausfall ist natürlich sehr bitter für uns", sagte Veh, der aber hofft, den Brasilianer adäquat ersetzen zu können:

"Wir wollen zeigen, dass wir einen sehr ausgeglichenen Kader haben, in dem jeder auch jederzeit reinkommen kann."

Schalke will wieder an die Spitze

Einen homogenen Kader hat zweifellos auch Felix Magath bei Schalke 04 zusammengestellt, die Königsblauen könnten sich mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger SC Freiburg die Tabellenführung zurückerobern.

Der Coach warnt jedoch vor der vermeintlich leichten Pflichtaufgabe: "Für mich ist Freiburg der beste Aufsteiger und spielerisch ganz stark. Das Freiburger 0:5 gegen Leverkusen passt mir gar nicht in den Kram, nachher kommen meine Spieler da noch auf falsche Gedanken."

Heynkes will "Fehler abstellen"

Auch Spitzenreiter Bayer Leverkusen hat mit dem VfL Bochum keinen schier übermächtigen Gegner zu Gast, für Trainer Jupp Heynckes ist die aktuelle Situation ohnehin nicht mehr als eine Momentaufnahme:

"Wir nehmen das zur Kenntnis, mehr nicht. Für mich ist wichtiger, dass wir weiter daran arbeiten, unsere Fehler abzustellen."

Bergmann kämpft um seinen Job

Nicht nur um drei Punkte, sondern vielleicht auch um einen attraktiven Job geht es für Interimscoach Andreas Bergmann bei Hannover 96.

Bei einem Sieg gegen 1899 Hoffenheim käme man bei den Niedersachsen wohl kaum umhin, den bisherigen Amateurtrainer als Cheftrainer der "Roten" fest zu installieren.

96-Sportdirektor Jörg Schmadtke schätzt den 50-Jährigen bislang als "unverbraucht und trotzdem erfahren" ein.

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