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Stefan Kießling (l.) erzielte gegen Bochum seinen vierten Saisontreffer © getty

Der Stürmer erzielt das erlösende 2:1 gegen Bochum. Zuvor übertreffen sich die Leverkusener im Vergeben bester Torchancen.

Leverkusen - Bayer Leverkusen thront dank Stefan Kießling weiter an der Spitze der Bundesliga.

Nach einer Vielzahl an vergebenen Torchancen erzielte der zweimalige Nationalspieler den erlösenden 2:1 (1:1)-Siegtreffer für die Werkself gegen den VfL Bochum.

Damit bleibt Bayer unter Trainer Jupp Heynckes weiter ungeschlagen und liegt mit zehn Punkten mindestens bis Sonntag weiter auf dem ersten Tabellenplatz.

"Jetzt müssen wir versuchen in Wolfsburg nachzulegen", blickte Kießling nach der Partie bereits mit einem Auge auf das nächste Auswärtsspiel.

Bochum rangiert unterdessen mit vier Zählern im unteren Tabellenmittelfeld.

Kießling mit dem erlösenden 2:1

Vor 27.122 Zuschauern in der Bay-Arena machte Kießling in der 68. Minute nach Vorarbeit von Toni Kroos aus kurzer Entfernung den Sieg perfekt und markierte dabei seinen vierten Saisontreffer im vierten Spiel.

Zuvor hatte Verteidiger Manuel Friedrich den Leverkusener Ausgleichstreffer erzielt (41.), nachdem Diego Klimowicz den VfL in Führung gebracht hatte (32.).

Kießling war nach der Partie zufrieden: "Der Sieg ist hochverdient", so der Torschütze.

Leverkusen klar überlegen

"Es spricht für die Mannschaft, dass sie nach dem 0:1 wieder zurückgekommen ist. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den unbedingten Willen hat, Spiele zu entscheiden", lobte Trainer Jupp Heynckes seine Elf.

In einem unterhaltsamen Spiel sahen die Zuschauer über weite Strecken Einbahnstraßen-Fußball der Gastgeber, die fußballerisch klar überlegenen Leverkusener erarbeiteten sich mehr als ein Dutzend guter Tormöglichkeiten.

Schlechte Chancenverwertung

Das große Manko war bei Bayer aber wie so oft die mangelhafte Chancenverwertung.

Vor allem die beiden Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok hätten ihr Torkonto deutlich aufstocken können.

Allein Barnetta tauchte im ersten Durchgang fünfmal gefährlich vor dem Bochumer Tor auf, das erste Mal nach 45 Sekunden.

Die größte Chance vergab der Mittelfeldspieler dabei in der 25. Minute, als er den starken Bochumer Keeper Philipp Heerwagen zu einer Parade zwang.

Klimowicz trifft zur Führung

Der VfL war unterdessen vor allem in der ersten Halbzeit oftmals überfordert und hatte gegen den Leverkusener Angriffswirbel kein passendes Rezept.

"Wir mussten uns erstmal nach dem Gegner richten", begründete Keeper Philipp Heerwagen die passive Spielweise.

Umso überraschender gingen die Gäste in der 32. Minute in Führung, als Klimowicz einen Schuss von Joel Epalle unhaltbar für Bayer-Keeper Adler ins Tor abfälschte. Dabei machte Bayer-Verteidiger Friedrich keine gute Figur.

Der Ex-Nationalspieler machte seinen Fehler aber zehn Minuten später mit dem Ausgleichstreffer wieder wett.

Derdiyok vertendelt

Im zweiten Durchgang gab es ein unverändertes Bild. Leverkusen erspielte sich reihenweise Chancen und vergab diese auch genauso pfleglich.

Vor allem Derdiyok zeigte sich dabei besonders abschlussschwach.

So vertendelte der Stürmer in der 48. Minute freistehend vor Heerwagen den Ball.

In der 67. Minute traf Friedrich dann noch per Kopf den Pfosten, ehe eine Minute später Kießling doch das 2:1 erzielte.

Bei Bayer verdienten sich der fleißige Abräumer Simon Rolfes und Kießling die Bestnoten. Auf Bochumer Seite wussten Heerwagen und Torschütze Klimowicz zu gefallen.

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