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Arjen Robben avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner © getty

Offensive Gala-Vorstellung: Der FC Bayern düpiert Wolfsburg mit 3:0 und feiert den ersten Sieg. Matchwinner ist ein Neuzugang.

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Dem zuletzt kriselnden FC Bayern München ist durch den 3:0-Sieg gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg ein erster Achtungserfolg in der neuen Saison gelungen.

Mit Arjen Robben, Jörg Butt im Tor und Ivica Olic im Sturm dominierten die personell stark veränderten Bayern die Partie, hatten allerdings auch Mühe mit den stets gefährlichen "Wölfen".

Besonders die kurzfristige Verpflichtung des Niederländers Robben machte sich aber für die Bayern gegen Wolfsburg bezahlt.

Der für 25 Millionen Euro von Real Madrid gekommene Robben markierte in seinen ersten 45 Bundesliga-Minuten ein blitzsauberes Doppelpack (68., 80.). Mario Gomez und (28.) hatte den FCB in Führung gebracht.

Robben und Ribery zunächst auf der Bank

Vor dem Heimspiel gegen den Meister hatten beim FC Bayern Personalfragen im Blickpunkt gestanden.

Der am Donnerstag kurzfristig unter lautem Getöse verpflichtete Robben nahm zunächst ebenso auf der Bank Platz wie Franck Ribery.

Rensing erneut degradiert

In der Startelf hatte Bayern-Trainer Louis van Gaal kräftig rotiert. Wie bereits in der vergangenen Saison unter Jürgen Klinsmann musste Michael Rensing seinen Platz im Tor an Jörg Butt abgeben.

Und der Routinier darf sich Hoffnungen machen, auch dauerhaft im FCB-Tor zu stehen.

"Er hat hervorragende Arbeit gemacht, zwei tolle Paraden gezeigt. Ich denke, dass er das Vertrauen verdient hat", sagte Coach Louis van Gaal nach dem Schlusspfiff.

Im Sturm begann der zuletzt stark aufspielende Olic für Nationalstürmer Miroslav Klose. Auch Thomas Müller rückte in die Startformation.

Der VfL Wolfsburg musste hingegen auf Kapitän Josue verzichten.

Chancen auf beiden Seiten

Die Bayern begannen das Spiel vor 69.000 Zuschauern druckvoll. Kurz nach dem Anpfiff gab Mario Gomez (3.) einen ersten Warnschuss ab. Auf der Gegenseite scheiterte Grafite (7.) freistehend an Butt.

Mit einigen schönen Kombinationen über Grafite und Zvejdan Misimovic wussten die "Wölfe" in der Anfangsviertelstunde zu gefallen, konnten aber das Bayern-Tor nicht gefährden.

Richtig gefährlich wurden die Bayern erstmals in der 16. Minute, als Bastian Schweinsteiger eine Hereingabe von rechts an die Latte köpfte.

In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften eine Zeit lang, wobei das "magische Dreieck" mit Edin Dzeko, Grafite und Misimovic immer wieder seine Gefährlichkeit mit schnellen Kombinationen andeutete. Zufrieden war Trainer Armin Veh aber bei Weitem nicht:

"Wir wollten tief stehen, auf Konter spielen, haben es aber nicht getan. Nach vorne war es eindeutig zu wenig, so wollen wir auch nicht Fußball spielen."

Gomez mit Abstauber-Tor

In der 28. Minute zappelte dann der Ball im Netz:

Als der Wolfsburger Schlussmann Diego Benaglio einen wuchtigen Schuss von Hamit Altintop nur abklatschen konnte, staubte Gomez zu seinem zweiten Bundesligator für die Bayern ab.

Gut zehn Minuten später war Butt dann wieder gefragt, der eine Hereingabe vor Grafite klärte und sofort mit "Butt, Butt"-Sprechchören gefeiert wurde.

Kurz vor der Pause beförderte Gomez den Ball ein zweites Mal ins Tor. Schiedsrichter Michael Kempter entschied aber auf Abseits. Mit einem verdienten 1:0 für den Rekordmeister ging es dann in die Kabinen.

Robben und Ribery nach der Pause

Nach der Pause war es dann soweit. Van Gaal brachte Robben in die Partie. Der neue "Zehner" fügte sich auf rechts als hängende Spitze ein.

Unter dem Jubel der Zuschauer sorgte der Niederländer auch direkt für ordentlich Betrieb und prüfte Benaglio nach gut zehn Minuten zweimal aus der Distanz. In der 60. Minute kam dann auch Ribery und ersetzte Olic.

Wolfsburg immer gefährlich

Aber auch der VfL blieb stets gefährlich. Misimovic (58.), Christian Gentner (59.) und Dejagah (60.) verpassten knapp, oder scheiterten an Butt.

Dann aber hatte Robben seinen ersten großen Auftritt in der Bundesliga. Eine Vorlage von Ribery schloss der Niederländer zum 2:0 ab (68).

"Ich bin total glücklich. Ich freue mich über die Tore, am wichtigsten ist aber, dass wir das Spiel gewonnen haben", so der bescheidende Doppeltorschütze.

Nur drei Minuten später traf Dzeko den Pfosten. VfL-Trainer Armin Veh brachte Obafemi Martins für die letzte Viertelstunde, um den Sturm noch einmal zu verstärken.

Doch erneut Robben stellte mit seinem zweiten Bundesligatreffer (80.) den Endstand her. Gomez verpasst gar noch das 4:0 und traf nur das Außennetz.

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