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Arjen Robben wechselte für 25 Millionen Euro von Real Madrid zu Bayern © getty

Nach seinem spektakulären Doppelpack gegen Wolfsburg spricht Bayerns Neuzugang Arjen Robben über Franck Ribery und seine Ziele mit Bayern.

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - In der langen Bundesligageschichte dürfte Arjen Robben wohl der erste Spieler sein, der bereits vor seiner offiziellen Präsentation zwei Tore erzielt hat.

Gut eine Stunde nach seinem sensationellen Doppelpack während des 45-Minuten-Debüt beim 3:0 gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg nutzte Bayern München die Gelegenheit, den 25-Millionen-Mann von Real Madrid zu präsentieren.

Lässig im grauen Jackett und weißen Shirt marschierte Robben vor die Pressevertreter und zwinkerte seinen zahlreich vertretenen Familienmitgliedern zu.

"Es war ein perfekter Tag für mich", strahlte der Nationalspieler, der schon am Montag wieder zur niederländischen "Elftal" reisen wird, und überraschte damit niemanden.

Robben sprach über sein Debüt, seinen neuen Arbeitgeber, die Bundesliga, Franck Ribery und die Atmosphäre beim Rekordmeister.

Sport1.de hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

Frage: Wie fühlt es sich an, im ersten Spiel zwei Tore zu erzielen?

Arjen Robben: Es ist ein großartiges Gefühl. Zunächst mal bin ich sehr glücklich mit der Leistung der Mannschaft. Es waren zwei tolle Pässe von Franck Ribery, er ist ein großer Spieler. Ich hoffe, wir haben künftig noch mehr Erfolg. Deshalb bin ich hier. Um Titel mit Bayern zu gewinnen.

Frage: Ist Ihnen so ein Einstand schon öfter gelungen?

Robben: Nein. Es passiert nicht sehr oft, dass man zwei Tore in einem Spiel macht. Es war ein ganz besonderer Tag. Auch wenn ich sehr zuversichtlich bin, wird das wohl nicht jede Woche passieren.

Frage: Sie haben nur einmal mit der Mannschaft trainiert?

Robben: Das ist nicht so einfach. Der Trainer hat mich erstmal auf die Bank gesetzt, weil ich meine Mitspieler noch nicht so gut kenne. Und sie mich auch nicht. Es war nur eine kurze Trainingseinheit. Aber ich bin fit und deshalb hat mich der Trainer dann in der zweiten Hälfte gebracht. Glücklicherweise hat das funktioniert.

Frage: Sie haben für Chelsea und Real Madrid gespielt. Welches Image hat Bayern München für Sie?

Robben: Jeder sagt, dass es ein sehr familiärer Verein ist. Das ist wahr. Die ersten Tage waren perfekt, alles war super organisiert. Bayern München ist ein großartiger Klub, einer der besten in Europa. Ich bin froh, jetzt ein Teil davon zu sein.

Frage: Standen Sie mit Trainer Louis van Gaal in Kontakt, bevor Sie den Vertag unterzeichnet haben?

Robben: Wir hatten eine sehr gute Unterhaltung am Telefon. Das hat natürlich dazu beigetragen, dass ich nach München gekommen bin.

Frage: Van Gaal hat gesagt, dass sie auf links wie auf rechts spielen können. Können Sie die Unterschiede erklären?

Robben: Ich habe in der letzten Saison viel auf rechts gespielt und fühle mich da im Moment ein bisschen besser. Aber das Wichtigste ist, dass der Trainer jetzt große Freiheiten hat, zu verschieben.

Frage: Waren Sie mit der Unterstützung der Fans zufrieden?

Robben: Ja, natürlich. Es war ein großartiger Empfang. Vielen Dank an alle, die im Stadion waren.

Frage: Wann hat Real entschieden, Sie zu verkaufen?

Robben: Man hat mir bereits im Juni oder Juli einmal gesagt, dass ich verkauft werden soll. Aber damals wollte mich durchsetzen. Ich habe eine gute Vorbereitung gespielt. Die Situation war schwierig. Einmal haben sie mir gesagt, dass ich gehen soll, dann sollte ich wieder bleiben. Sie haben mir einfach kein gutes Gefühl gegeben. Deshalb habe ich mir dann gesagt: Das war?s. Wenn es viele Spieler gibt, die besser sind als man selber, muss man das akzeptieren. Aber gegen die Klubpolitik zu spielen, ist nicht gut. Wenn dann ein großer Klub wie Bayern kommt, fällt die Wahl nicht schwer.

Frage: Wie schätzen Sie die Bundesliga im Vergleich zu England und Spanien ein?

Robben: Die Bundesliga ist eine starke Liga. Man sagt, dass Spanien und England die stärksten Ligen hätten, aber das ist schwer zu vergleichen. Die deutsche Liga mit den Fans und den Stadien ist stark.

Frage: Im Team sprechen Sie angeblich schon deutsch. Wann geben Sie das erste Interview auf Deutsch?

Robben: Ich hoffe, so schnell wie möglich. Ich werde aber erstmal Englisch sprechen, sonst könnte es vielleicht noch etwas verwirrend sein.

Frage: Sagen Sie doch mal etwas auf Deutsch?

Robben: Auf Wiedersehen!

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