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Paolo Guerrero (u.) spielt die vierte Saison beim Hamburger SV © getty

Der HSV siegt gegen harmlose Kölner im Schongang und grüßt von der Tabellenspitze. Der FC steckt im Keller fest.

Hamburg - Pflichtsieg eingefahren, Tabellenspitze erobert - dank zweier Tore von Paolo Guerrero und einem Elfmetertreffer von Piotr Trochowski ist der Hamburger SV in der Bundesliga die Mannschaft der Stunde.

Die Treffer des Peruaners in der 19. und 66. Minute sowie der Foulelfmeter des Nationalspielers (86.) sicherten den Hanseaten einen verdienten 3:1 (1:0)-Sieg gegen einen überforderten 1. FC Köln.

Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel rutschten die Domstädter mit nur einem Zähler auf den letzten Tabellenplatz ab.

Guerrero mit vier Saisontoren

Vor 54.112 Zuschauern in der Hamburger WM-Arena nutzte Guerrero beim Führungstor zwei schwere Fehler in der Kölner Deckung und ließ FC-Torhüter Faryd Mondragon aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit.

Mit seinem vierten Saisontreffer überwand Guerrero den Kölner Schlussmann ein zweites Mal und steht nun auch in der Bundesliga-Torjägerliste ganz vorne.

Für das zwischenzeitliche Kölner Anschlusstor sorgte in der 76. Minute mit einem Distanzschuss der erst 120 Sekunden zuvor eingewechselte Adil Chihi.

Defizite in der Chancenverwertung

Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia einen weit höheren Sieg einfahren können.

Drei Tage nach dem 3:1-Erfolg in der Europa-League-Qualifikation gegen den französischen Pokalsieger EA Guingamp dominierten die Norddeutschen über weite Strecken das Spiel, lediglich bei der Chancenverwertung gab es erhebliche Defizite.

Starker Mondragon

Bereits in der 14. Minute vergab Mannschaftskapitän David Jarolim in aussichtsreicher Position, weitere Großchancen konnten Nationalspieler Piotr Trochowski in der 39., erneut Jarolim in der 49. sowie Dennis Aogo in der 52. Minute nicht nutzen.

Das Team von Coach Zvonimir Soldo konnte sich bei Keeper Mondragon bedanken, dass die Niederlage sich am Ende in erträglichen Grenzen hielt.

Podolski ohne Torgefahr

Auch Nationalspieler Lukas Podolski ging zusammen mit seinen Teamkollegen an der Elbe unter, der "verlorene Sohn" konnte dem Kölner Spiel praktisch nie seinen Stempel aufdrücken und ließ fast jegliche Torgefährlichkeit vermissen.

Phasenweise agierte er derart lethargisch, dass Soldo energisch von seiner Bank aufsprang und Podolski zu verstärkter Aktivität aufforderte.

Trochowski zum Endstand

Nach dem Anschlusstreffer wagten sich die Kölner etwas häufiger nach vorn, der HSV verlor etwas die Ordnung. So hatte FC-Kapitän Milivoje Novakovic sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß.

Doch ein Foul von Kölns Torhüter am Hamburger Ze Roberto im Strafraum machte alle Hoffnungen zunichte, Trochowski verwandelte sicher.

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