Spannung, Dramatik, Emotionen und viele Tore. Der 4. Bundesliga-Spieltag bot eigentlich alles, was das Fußball-Herz begehrt.

Schon häufig an dieser Stelle haben wir das schwache Niveau der Bundesliga im Vergleich zu den drei Top-Ligen beklagt, und werden das sicher auch in dieser Saison noch öfter tun.

Doch an diesem 4. Spieltag muss man gerade als neutraler Fußball-Fan schon fast die Nadel im Heuhaufen suchen, um Grund für Kritik zu finden.

Denn vor allem die drei Spitzenspiele des Samstags boten praktisch alles, was das Herz begehrt: Dramatik, Spannung, Emotionen und viele Tore!

Tatort Dortmund: Die Schalker werden sich zu recht ärgern, dass sie durch eigene Nachlässigkeit und den Fehlern des ganz schwachen Schiedsrichters Wagner noch eine 3:0-Führung und damit auch die Tabellenführung abgaben.

[image id="415e9d3a-6685-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Doch das beeindruckende Comeback des BVB zum 3:3-Endstand bietet wahrscheinlich noch Monate lang Stoff für hitzige Diskussionen im Revier ? weil es endlich mal wieder ein echtes Derby auf Augenhöhe war.

Tatort Köln: Auch ohne die Edel-Reservisten van Bommel, Oddo und Podolski kommt der FC Bayern unter Jürgen Klinsmann immer besser ins Rollen.

Nach dem hoch verdienten 3:0-Erfolg gegen den harmlosen FC steht der Titelverteidiger schon wieder auf Platz zwei. Doch auch die Kölner feierten, denn Heimkehrer Podolski traf zum Endstand und gab den Diskussionen um seine Zukunft wieder Mal eine erneute, unerwartete Wendung.

Tatort Hamburg: Leverkusens junge Elf führte den HSV zunächst vor, musste dann aber wie schon zum Auftakt gegen Dortmund ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen.

Ganz anders die Hamburger, die trotz 0:2 die Partie noch drehten und nach dem 3:2 ungeschlagen und erstmals seit neun Jahren Tabellenführer sind.

Die große Frage ist nun, ob der HSV tatsächlich dem übermächtig erscheinenden FC Bayern ein ernsthafter Rivale im Kampf um die Meisterschaft sein kann.

Die extremen Formschwankungen von selbst ernannten und sonstigen Bayern-Jägern in der Vergangenheit, auch des HSV, sprechen eher dagegen.

Kritik an der fehlenden Konstanz der Verfolger werden wir dann zu gegebener Zeit üben. Im Moment aber sollte man sich erstmal freuen, dass die Bundesliga noch immer zu solch einem Spektakel wie an diesem Samstag in der Lage ist.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel