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Zu Beginn des Spiel gegen Wolfsburg war die Bayern-Bank prominent besetzt © getty

Robben steht im Mittelpunkt. Doch van Gaal hat die ganze Mannschaft umgekrempelt. Sport1.de stellt die "neuen" Bayern vor.

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Spielt Arjen Robben? Was kann er? Passt er zum FC Bayern? Bei den Münchnern drehte sich schon vorm Wolfsburg-Spiel alles um die 25-Millionen-Euro-Neuverpflichtung von Real Madrid.

Und nach dem sensationellen Einstand des Doppeltorschützen kannte die Begeisterung kaum Grenzen.

Dabei ging fast unter, dass Louis van Gaal seine Mannschaft an entscheidenden Stellen umgekrempelt hatte.

Nicht nur, dass der Bayern-Trainer auf das "ur-niederländische" 4-3-3 umstellte, auch personell zog er Konsequenzen. So fanden sich etwa Michael Rensing und Miroslav Klose auf der Bank wieder.

Sport1.de stellt die neue Ordnung der Bayern in den einzelnen Mannschaftsteilen vor und nennt Gewinner und Verlierer.

Tor:

In der Schlussphase der vergangenen Saison beorderte Jürgen Klinsmann Routinier Jörg Butt ins Tor. Rensing, eigentlich als "Kronprinz" von Oliver Kahn vorgesehen, musste damals unter großem öffentlichen Interesse auf die Bank.

Zur neuen Saison bekam Rensing seine zweite Chance und nutzte diese nicht. Butt spielte stark gegen Wolfsburg, die ganze Abwehr wirkte deutlich sicherer.

Van Gaal hat Butt, vor einem Jahr eigentlich nur als erfahrener Reservist hinter Rensing verpflichtet, zur neuen Nummer eins erklärt. Ein neuer Torwart wird nicht mehr kommen. Rensing dürfte endgültig verbrannt sein, möchte aber nicht mehr wechseln.

"Ich versuche mich auf jeden Fall zurückzukämpfen, das liegt in meiner Natur", erklärte der 25-Jährige. Sollte sich Butt aber nicht verletzten, dürfte das mehr als schwer werden.

Abwehr:

Daniel van Buyten und Holger Badstuber bilden momentan die Innenverteidigung. Wenn der derzeit verletzte Martin Demichelis zurückkehrt, wird er mit dem Belgier als Abwehrduo fungieren.

Badstuber wird dann der erste Einwechselspieler sein, Breno scheint keine Alternative mehr.

Auf den Außenbahnen ist nur Philipp Lahm gesetzt, Danijel Pranjic und Edson Braafheid kämpfen um den anderen Platz. Rechtsverteidiger Rafinha von Schalke war ein Thema, wird nun aber wohl nicht kommen.

Christian Lell und Andreas Görlitz spielen keine Rolle.

Mittelfeld:

Während in der Abwehr eher nach geeigneten Spieler gefahndet wird, herrscht im Mittelfeld ein großes Überangebot an qualifizierten Akteuren.

"Darauf antwortet ein Fußballer nicht", hatte Anatoliy Timoshchuk vor zwei Wochen auf die Sport1.de-Frage nach seinem Platz in der Mannschaftshierachie gesagt.

Nun dürfte er aufgestiegen sein, gegen Wolfsburg zeigte der Ukrainer erstmals seine Führungsqualitäten. Spielt der FC Bayern künftig im 4-4-2, scheint die "Doppel-Sechs" mit Timoshchuk und dem derzeit verletzten Kapitän Mark van Bommel absolut gesetzt.

Genauso wie Robben und Franck Ribery auf den Außenpositionen. Egal ob rechts oder links, beide wollen viel rochieren. "Der Trainer hat nun die totale Freiheit zu verschieben", sagte Robben.

Der große Verlierer hierbei könnte Bastian Schweinsteiger sein, für den im Bayern-Mittelfeld dann kaum noch Platz ist. Auch für Hamit Altintop wird es eng.

Ein bissiger Außenseiter ist dagegen der vielfältig einsetzbare Thomas Müller, der gegen die "Wölfe" ebenfalls in der Startelf stand.

Dass Ribery noch abgegeben wird, scheint unwahrscheinlich. "Der Verein hat mir versprochen, dass er bleibt", sagte Robben.

Sturm:

Noch erbarmungsloser als im Mittelfeld ist die Situation im Sturm. 35-Millionen-Mann Mario Gomez ist gesetzt. Spielen die Bayern im 4-3-3 wird der Keilstürmer von der "Rib"-und -"Rob"-Flügelzange flankiert.

Im 4-4-2 streiten sich Klose, Ivica Olic, der derzeit verletzte Luca Toni und Müller um den zweiten Platz. Klose und Toni scheinen hierbei die großen Verlierer zu sein.

Nationalstürmer Klose spielte bisher schwach und musste gegen Wolfsburg Olic und Müller weichen. Toni, der die ganze Vorbereitung verpasste, dürfte bei einem entsprechenden Angebot - jetzt oder in der Winterpause - gehen.

Und selbst bei Klose wurde nach der Degradierung auf die Bank bereits über einen möglichen Abgang gerätselt.

Da die Transferliste bereits am Montag schließt, deutet aber alles daraufhin, als ob sich die Stürmer dem knallharten Konkurrenzkampf stellen.

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