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Paolo Guerrero (r.) schoss gegen Köln seine Saisontreffer drei und vier © imago

Das 3:1 gegen Köln reicht dem HSV, um sich Platz eins zu sichern. Petric schickt bei Sport1.de eine Kampfansage an die Liga.

Von Jessica Pulter und Jürgen Blöhs

München/Hamburg - Nicht glanzvoll, aber effektiv:

Der Hamburger SV gewinnt nun auch die Spiele gegen die vermeintlich leichten Mannschaften. Auch das ist ein Zeichen von Stärke.

Mit dem 3:1 (1:0)-Sieg gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln setzte sich der HSV nicht nur an die Spitze der Bundesliga, sondern stellt auch seine Titelambitionen unter Beweis.

Die Kölner müssen dagegen weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten.

Hamburg knapp vor Leverkusen

Die Partie gegen den FC war kein spielerischer Leckerbissen, denn insbesondere von den Gästen kam zu wenig, um den 57.000 Zuschauern ein Offensivfeuerwerk zu liefern.

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia war dennoch zufrieden, denn der Sieg durch die Treffer von Paolo Guerrero (19., 66.) und dem Elfmetertor von Piotr Trochowski (87.) reichte knapp, um sich trotz des Gegentreffers durch Adel Chihi (76.) Platz eins vor Bayer Leverkusen zu sichern.

"Für uns war es auch ein Etappenziel, das wir der Mannschaft ausgegeben haben", erklärte der Coach.

Trotzdem wollen die Spieler den Platz an der Sonne nicht überbewerten. "Ob Erster oder Zweiter ist egal. Hauptsache gewonnen und oben dran, das war wichtig", meinte Mladen Petric zu Sport1.de und schickte gleich eine Kampfansage hinterher: "Die anderen Teams wissen, sie müssen uns ernst nehmen."

"Das war die erste Etappe"

Dortmund, Wolfsburg und jetzt Köln - für den HSV ist es bereits der dritte Sieg in Folge, elf Tore haben die Hanseaten in diesen Partien erzielt.

"Auf den sehr guten Start können wir aufbauen", fand deshalb auch Torwart Frank Rost, der "optimistisch" ist, dass Hamburg eine sehr gute Saison spielen wird.

"Das war die erste Etappe. Jetzt stehen wir da, wo wir vor dem Spiel hinwollten", ergänzte Dennis Aogo. "Die Erfolge geben uns die nötige Sicherheit auf dem Platz. So kann es weitergehen."

HSV will noch stärker werden

Hamburg darf sich jetzt mindestens zwei Wochen lang über Platz eins freuen, denn am kommenden Wochenende ist Länderspielpause.

"Jetzt können die Spieler erstmal zur Nationalmannschaft fahren, und die übrigen lassen sich behandeln und machen ihr individuelles Krafttraining. Ich hoffe, wir werden noch stärker", gab Rost die Devise für die nächsten Tage aus.

Noch Reserven im Kader

Und beim HSV ist auch noch Luft nach oben. Denn mit Marcell Jansen, Bastian Reinhardt, Alex Silva und Guy Demel sind im Kader noch Reserven, die aufgrund von Verletzungen derzeit passen müssen.

Als nächster Gegner wird der VfB Stuttgart versuchen, Hamburgs Höhenflug zu stoppen.

Mondragon meckert über die Gegentore

Bei den Kölnern überwiegt dagegen der Frust über die Niederlage. Insbesondere bei Torwart Faryd Mondragon, den nicht so sehr die abgegebenen drei Punkte beschäftigte, sondern die drei Gegentore.

"Der HSV ist eine sehr gute Mannschaft, die bräuchten gar nicht die Hilfe der Schiedsrichter", schickte der Torwart eine Spitze in Richtung der Unparteiischen. "Der erste Gegentreffer war ein Foul, das zweite Tor war klar Abseits und beim Elfmeterpfiff gab es keinen Kontakt von mir an Ze Roberto."

Köln will sich noch verstärken

Köln fehlte es zudem in der Offensive an Durchschlagskraft. An Milivoje Novakovic ging die Partie vollkommen vorbei, Lukas Podolski konnte mit seinen Schüssen kaum Gefahr ausstrahlen.

Erst durch die Hereinnahme von Fabrice Ehret und Chihi wurde es etwas besser. "Wir haben lange Zeit viel zu ängstlich gespielt", meinte auch FC-Trainer Zvonimir Soldo, der ankündigte, dass weitere neue Spieler geplant sind. "Unter dem Strich war es einfach zu wenig, was wir in Hamburg geboten haben."

Kein Wunder also, dass die Kölner vor Ende der Transferperiode am Montagabend noch mal zuschlagen wollen.

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