In seiner Sport1.de-Kolumne schreibt Huub Stevens über die Sorgen der Königsblauen. Und er geht auch auf HSV und Bayer ein.

Hallo Fußballfreunde,

was ist von meinem alten Klub Schalke 04 zu halten?

Die Königsblauen legten zu Beginn stark los, holten sechs Punkte. In Hoffenheim folgte dann ein torloses Remis - das geht in Ordnung. Doch zu Hause gegen Freiburg zu verlieren, das darf nicht passieren.

Jedoch darf man nicht vergessen: Der Aufsteiger hatte ja auch gegen Leverkusen seine Chancen. Angesichts des deutlichen 0:5 hatte das wohl so manch einer auf Schalker Seite verdrängt.

Und Schalke hat schon immer Probleme mit Freiburg gehabt - auch zu meiner Zeit.

Dieser Gegner liegt den Königsblauen irgendwie nicht. Dabei gibt es Spieler wie Ivan Rakitic und Jefferson Farfan, die solch eine Aufgabe in der Offensive lösen können.

Ich bin überzeugt, Felix wird die richtigen Worte finden, um die Mannschaft wachzurütteln. Die Profis müssen dann schnellstens aus ihren Fehlern lernen.

Ich denke übrigens nicht, dass sich die Schalker Mannschaft von den ständigen Debatten über die Klubfinanzen beeinflussen lässt. Solange die Spieler ihr Gehalt bekommen, ist das kein Thema.

Allerdings: Es ist nie gut, wenn von außerhalb Unruhe in den Verein kommt. Und noch hellhöriger werden die Spieler, wenn es wie im Fall Rafinha darum geht, wer die Mannschaft verlassen könnte.

Beeindruckend war natürlich an diesem Spieltag der bärenstarke Auftritt meines Landsmanns Arjen Robben. Der neue Bayern-Stürmer ist superschnell, dribbelstark und hat eine geniale Übersicht.

Doch, wer über Robben spricht, muss auch über Franck Ribery sprechen!

Zusammen sind die beiden unheimlich gefährlich - für jede Abwehr. Denn wenn sie in Ballbesitz kommen und rasch nach vorne spielen, kann sie kaum einer stoppen.

An der Tabellenspitze thront ja aktuell der HSV, ein Klub, den ich ebenfalls sehr gut kenne.

Und ich betone hier noch einmal: Der HSV hat das Zeug, oben mitzumischen. Sie stehen jedenfalls nicht zu Unrecht an der Spitze.

In den nächsten Wochen wird es vor allem um die Frage gehen: Wie geht die Truppe mit dem Erfolg um?

Jedes Jahr gibt es eine Überraschungsmannschaft, manche Fußballfans zählen dazu im Moment Bayer Leverkusen. Doch für mich ist der Erfolg von Bayer keine Überraschung, weil ich wusste, dass sie viele gute Leute haben.

Dennoch denke ich, dass es für sie langfristig gesehen schwerer wird, sich ganz oben zu halten. Der HSV hat da schon ein besseres Potenzial.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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