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Arjen Robben unterschrieb in München einen Vertrag bis 2013 © getty

Mit Ausgaben von 226 Millionen Euro sprengen die Vereine eine alte Bestmarke. Viele Vereine schlagen erst im letzten Moment zu.

München - Neue Stars sind da, viele Millionen Euro weg: Die Bundesliga-Klubs haben in der am Montag um Mitternacht abgelaufenen Wechselperiode so kräftig wie noch nie auf dem Transfermarkt zugeschlagen.

Mit Ausgaben in Höhe von 226 Millionen Euro wurde der bisherige Rekord aus der Saison 2007/08 (203,71) ungeachtet der Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich nach oben geschraubt.

Wie in den Jahren zuvor wurden vor allem Klubs mit einem schlechten Saisonstart auf den letzten Drücker noch einmal aktiv und sorgten somit für die neue Bestmarke.

So hofft Rekordmeister Bayern München mit 24-Millionen-Euro-Neuzugang Arjen Robben (von Real Madrid), der beim 3:0 gegen Meister VfL Wolfsburg bereits zwei Treffer schoss und prächtig mit Franck Ribery harmonierte, den Weg aus der Krise gefunden zu haben.

Rummenigge hofft auf Rendite

"Geld schießt eben doch Tore", sagte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Sollte sich das bewahrheiten, führt kein Weg an München als neuen deutschen Meister vorbei.

Nach der titellosen vergangenen Saison ist der Champions-League-Teilnehmer mit 74 Millionen Euro zumindest auf dem Transfermarkt wieder Liga-Krösus.

Im Vergleich mit der 250-Millionen-Euro-Investition von Spaniens Rekordmeister Real Madrid ist diese Summe zwar fast nur "Kleingeld", dennoch landet Bayern im Europa-Ranking auf Platz fünf.

Stuttgart verpflichtet Kuzmanovic

In diese Sphären stieg der VfB Stuttgart nicht auf, auch wenn der Geld-Koffer nach dem 35-Millionen-Euro-Transfer von Gomez und der Champions-League-Qualifikation noch immer prall gefüllt ist.

Die Schwaben verstärkten sich daher am Montag mit dem serbischen Nationalspieler Zdravko Kuzmanovic vom italienischen Erstligisten AC Florenz.

Der 21-Jährige erhält bei den Schwaben einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2013 und soll etwa acht Millionen Euro Ablöse kosten.

Hertha holt Florian Kringe

Auch Hertha BSC Berlin rüstete wegen des miserablen Saisonstarts mit drei Niederlagen aus vier Ligaspielen noch einmal nach.

Mittelfeldspieler Florian Kringe wechselt auf Leihbasis von Borussia Dortmund zum Hauptstadtklub.

Zudem einigte sich die Hertha mit America de Cali auf einen Wechsel des kolumbianischen Nationalstürmers Adrian Ramos geeinigt.

Beim Hamburger SV scheinen die 27,9 Millionen Euro Ausgaben angesichts der Tabellenführung gut angelegt zu sein.

Dank der Neuzugänge Eljero Elia, Marcus Berg, David Rozehnal und Ze Roberto ist der Kader qualitativ und quantitativ hervorragend besetzt.

"Die Meisterschaft läuft in diesem Jahr über den HSV. Das ist eine richtig gute Mannschaft´, sagte Wolfsburgs Trainer Armin Veh anerkennend.

Auch Wolfsburg rüstet nach

Auch der VfL hat sich nicht lumpen lassen und mit 22,1 Millionen Euro die Meistermannschaft noch einmal verstärkt.

Allerdings schlugen die Neuen noch nicht ein: Zehn-Millionen-Euro-Stürmer Obafemi Martins kommt nicht am gesetzten Sturmduo Edin Dzeko/Grafite vorbei, Karim Ziani wurde nach seiner handfesten Auseinandersetzung im Training mit Dzeko von Veh vorerst aus der Startelf gestrichen.

Die drei Aufsteiger dagegen sparten sich große Ablösesummen.

Während der FSV Mainz 05 (1,8) und der SC Freiburg (1,6) zumindest einen kleinen Beitrag zum Transferrekord der Liga leisteten, blieb der 1. FC Nürnberg noch deutlich unter dieser Summe.

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