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Michael Rensing absolvierte in der vergangenen Saison 26 Ligaspiele © imago

Der "Titan" spricht Klartext: "Für ihn wird das nichts mehr bei Bayern." Labbadia plädiert für einen Guerrero-Verbleib beim HSV.

München - Oliver Kahn rät seinem Torwart-Nachfolger Michael Rensing nach dessen erneuter Degradierung bei Bayern München zu einem Vereinswechsel.

"Ich habe im Fußball schon alles erlebt, aber eines ist für mich klar: Für ihn wird das beim FC Bayern nichts mehr", sagte der Torwart-Titan der "Abendzeitung". Rensing habe ein Problem mit dem Kopf, nicht mit der Klasse.

Deshalb solle der Keeper in Ruhe überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, "von vorne zu beginnen und nächste Saison bei einem anderen Verein einen Neuanfang zu wagen".

Rensing war vor dem 3:0 gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg zum zweiten Mal binnen sechs Monaten wegen schwacher Leistungen als Stammtorhüter durch Jörg Butt ersetzt worden.

Kahn gab der Vereinsspitze eine Mitschuld an den Problemen des 25 Jahre alten Torhüters.

"Dann kamen im Sommer Bayerns Bemühungen um Schalkes Manuel Neuer. Damit haben sie Rensing gezeigt, dass sie ihm nicht vertrauen", sagte Kahn in der Bild.

Butt sei ein solider Torwart, aber nicht mehr jung. Deshalb werde sich Bayern nach einem neuen Torwart für die Zukunft umsehen. Manuel Neuer sei mit 23 Jahren entwicklungsfähig und "sicher ein Kandidat".

Rensing hatte einen schnellen Wechsel ausgeschlossen, nachdem er erneut auf die Ersatzbank verbannt worden war.

"Natürlich hatte ich schon mehr Spaß an meinem Job, aber ich denke nicht daran zu wechseln. Was soll mir noch passieren? Ich versuche, mich bei Bayern zurückzukämpfen."

Ein "sehr gutes Gespräch" mit Trainer Louis van Gaal habe ihm Eindruck gegeben, dass "ich in ein, zwei Monaten wieder reinkommen kann, wenn ich Leistung bringe".

Zu der Negativstimmung um seine Person sagte Rensing treffend: "Bei mir würde es schon als schwerer Fehler gewertet, wenn ich die Schuhbänder im Spiel nicht zu hätte."

Genau deshalb rät ihm Kahn, der des Öfteren telefonischen Kontakt zu seinem Nachfolger hat, zum Wechsel.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga zusammengefasst:

Bochum sagt Testspiel ab

Aus Mangel an Spielern hat der VfL das für Donnerstagnachmittag geplante Testspiel gegen den niederländischen Ehrendivisionär Heracles Almelo abgesagt.

Bei den Westfalen fehlen neben den für verschiedende Nationalmannschaften abgestellten Spielern auch mehrere Spieler aufgrund von Verletzungen.

Labbadia will Guerrero halten

Trainer Bruno Labbadia vom Hamburger SV hat sich erneut für einen Verbleib des zum Ende der Saison ablösefreien peruanischen Nationalstürmers Paolo Guerrero stark gemacht.

"Der Spieler hat klar signalisiert, dass er bleiben will. Und der Verein hat signalisiert, dass er ihn behalten will. Jetzt gilt es für Verein und Spieler hinzubekommen, dass beide Seiten damit gut leben können", sagte der Coach der "Bild".

Gleichzeitig betonte Labbadia, dass man das Gehaltsgefüge der Mannschaft für eine Verlängerung des am 30. Juni 2010 auslaufenden Vertrages nicht sprengen werde.

"Natürlich müssen wir aber auch wirtschaftliche Faktoren berücksichtigen. Paolo weiß, dass wir ihn unbedingt halten wollen, allerdings nicht zu jedem Preis. Wir müssen ganz genau abwägen, was machbar ist", äußerte Labbadia im "Hamburger Abendblatt".

Ein Verkauf des Stürmers in der Winterpause schloss der Trainer trotz der dann noch fälligen Ablösesumme definitiv aus: "Wir werden Paolo in dieser Saison nicht abgeben - egal was passiert."

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