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Angespanntes Verhältnis: Franck Ribery (vorn) und Louis van Gaal © getty

Der Bayern-Boss relativiert das angespannte Verhältnis seines Superstars zu van Gaal - und will dem Coach nicht reinreden.

München - Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fürchtet trotz der heftigen Kritik van Star Franck Ribery an Trainer Louis van Gaal keine neue Unruhe beim FC Bayern.

"Ich weiß vom Spieler und vom Trainer, dass es zwischen beiden kein Problem gibt. Franck ist charakterlich absolut okay", sagte Rummenigge dem "kicker". "Der Trainer hat da überhaupt kein Problem."

Ribery hatte sein Verhältnis zu van Gaal als "nicht positiv" bezeichnet und die "harte Linie´ des Coaches kritisiert.

Rummenigge forderte, alle Beteiligten sollten mit der Situation "sehr entspannt umgehen".

Stimmung gut - wegen Wolfsburg

Schließlich sei die Stimmung an der Isar nach dem 3:0-Sieg gegen Meister VfL Wolfsburg "jetzt sehr optimistisch".

Anstatt sich auf den nörgelnden Ribery einzuschießen, eröffnete Rummenigge lieber eine neue Front - und nahm die Ex-Bayern-Kapitäne Oliver Kahn, Lothar Matthäus und Stefan Effenberg ins Visier.

Diese sollten "zusehen, dass sie einen Job kriegen, in dem sie etwas zu sagen haben, und sich nicht als bezahlte Chefkritiker des FC Bayern hervortun".

Keine Einmischung - wie bei Klinsmann

Einwände hinsichtlich der Arbeit von van Gaal will Rummenigge nicht gelten lassen.

"Ich bin überzeugt, wir haben den richtigen Mann geholt und werden eine erfolgreiche Zeit mit ihm haben. Ich hoffe, sie wird sehr lange dauern", sagte er.

Rummenigge gelobte zudem, dass sich die Bosse - anders als bei van Gaals Vorgänger Jürgen Klinsmann - nicht in die Arbeit des Trainers einmischen werden: "Solche Dinge gehören der Vergangenheit an."

Rummenigge traut van Gaal auch zu, den aufgeblähten Kader der Münchner im Griff zu halten.

Van Gaals "faire Kommunikation"

"Der Trainer wird das wunderbar lösen. Wir müssen da nicht einschreiten, er pflegt eine sehr ehrliche, faire Kommunikation."

Obwohl der Konkurrenzkampf bei den Bayern schon jetzt erste "Opfer" gefordert hat, würde zumindest der neue Star Arjen Robben mit Blick auf die Herausforderung Champions League ein weiteres Aufrüsten begrüßen.

"In den nächsten zwei, drei Jahren werden sicher weitere Transfers getätigt, um eine sehr starke Mannschaft aufzubauen, die gute Chancen hat", sagte Robben der "Bild".

Robben voll des Lobes

Anders als Ribery, aber wie Rummenigge hat Robben eine sehr hohe Meinung von van Gaal.

"Er ist ein sehr guter Trainer, der Spieler und Mannschaften besser macht", sagte der Niederländer.

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