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Mario Gomez (l.) und Armin Veh wurden mit Stuttgart 2007 Deutscher Meister © getty

Der des VfB Stuttgart geht "fest davon aus", dass der Stürmer in naher Zukunft nicht zum Rekordmeister wechseln wird.

München - Nationalspieler Mario Gomez wird den VfB Stuttgart wohl vor Ablauf seines Vertrages 2012 verlassen - dann aber nicht zu Bayern München wechseln.

Davon ist zumindest VfB-Trainer Armin Veh überzeugt.

"Ich gehe nicht davon aus, dass er bis 2012 bleibt. Aber ich gehe fest davon aus, dass er nicht zu Bayern München wechselt", sagte Veh am Sonntag im DSF.

Der Coach glaubt, dass Gomez `noch einige Jahre bei uns bleibt" uns sich dann einem Spitzenklub im europäischen Ausland anschließt.

Die Bayern hatten im Sommer intensiv um den 23-Jährigen geworben, vom VfB aber einen Korb bekommen.

Daraufhin kündigten die Münchner an, sich bei nächster Gelegenheit erneut um Gomez zu bemühen.

"Für mich ist er der beste deutsche Stürmer"

Der Rummel um seine Person schien den Angreifer nachhaltig zu beeindrucken, bei der EM in Österreich und der Schweiz zeigte er meist schwache Leistungen. Gomez habe sich jedoch erholt, sagte Veh: "Ich weiß, dass er das nicht mehr im Kopf hat."

Dass Gomez seine Topform noch nicht erreicht habe, sei normal. "Er kann noch nicht in der Form sein, wie auch andere Spieler, die bei der EM dabei waren. Auch Miroslav Klose war noch nicht in Form, bis er drei Tore in Finnland geschossen hat. Ich bin überzeugt, dass Mario bald kommt. Für mich ist er der beste deutsche Stürmer."

Lehmann soll bleiben

Veh bestätigte zudem erneut das Stuttgarter Interesse, Torwart Jens Lehmann über die laufende Saison hinaus an den Verein binden zu wollen.

"Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er von seiner Art und Physis her nächstes Jahr noch spielen kann, weil er ein super Sportsmann und absoluter Profi ist", sagte Veh über den 38-Jährigen, dessen Vertrag im Juni 2009 ausläuft.

Armin Veh über...

die Saisonziele des VfB Stuttgart:

"Wenn ich höre, wir würden 'nur' um Platz fünf mitspielen, dann finde ich das sehr komisch. Ich denke, in dieser Saison sind sehr viele Vereine dabei, die diesen Platz erreichen wollen und die dafür auch sehr viel investiert haben. Es ist auch in Stuttgart keine Selbstverständlichkeit, den UEFA-Cup zu erreichen. Das Problem ist, dass wir in den letzten Jahren immer erfolgreich waren. Dementsprechend wird von einem Traditionsklub natürlich verlangt, dass man immer wieder dahin kommt - aber das wollen die anderen Vereine auch. Es sind mit Sicherheit zehn Mannschaften, die da oben rein wollen und darum ist das nicht einfach für uns."

die Qualität seines Kaders:

"Entscheidend ist natürlich, dass wir letztes Jahr sehr viele Verletzte hatten. Das haben wir dieses Jahr nicht. Dementsprechend haben wir schon Qualität im Kader. Wenn wir verschont bleiben, dann können wir eine gute Rolle spielen. Man muss natürlich auch bedenken, dass wir auf vier Hochzeiten tanzen. Da muss man sich mal den Terminplan anschauen - wir haben den ersten Spieltag gehabt, dann waren bei mir wieder zehn Nationalspieler weg. Dann hatten wir den zweiten und dritten Spieltag und schon fehlen mir die Jungs wieder."

die bewegte Vergangenheit seines Mittelfeldspielers Jan Simak:

"Ich sage immer, dass jeder noch eine Chance bekommen muss. Er war krank und heutzutage weiß man auch, dass es das Burn-Out-Syndrom gibt - welches auch Jeder anders bewältigt. Einer geht zum Arzt und sucht professionelle Hilfe und er hat es anders versucht, was natürlich nicht gut war. Aber er hat es geschafft aus dieser Situation heraus zu kommen. Man soll nicht immer die negativen, sondern die positiven Dinge sehen.

Letztes Jahr in Jena in der Zweiten Liga zu spielen, ist ja auch nicht unbedingt ein Highlight für einen Spieler, der schon woanders gespielt hat. Ich sehe das sehr positiv, dass sich ein junger Mensch da durchsetzt. Und da möchte ich auch nicht immer hören, was das alles für Problemfälle sind. Vor der Saison wurde ja immer gesagt: 'Lehmann ist ein Problemfall, Boulahrouz ist ein Problemfall - alles Problemfälle.' Also da kann ich mittlerweile sagen, dann arbeite ich gerne mit Problemfällen zusammen, wenn diese Spieler alle welche sein sollen."

den aktuellen Tabellenführer Hamburger SV:

"Der HSV hat die Personalpolitik sehr gut gemacht. Sie werden sich ja auch schon lange vorbereitet haben, weil sie im Prinzip ja nicht handelnd waren, sondern warten mussten, ob van der Vaart weg will. Sie haben ihr Geld danach gut eingesetzt. Ich bin davon überzeugt, dass die ganz oben mitspielen können."

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