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Arjen Robben (v.) will auch in Wolfsburg wieder mit den Kollegen jubeln © getty

Beim BVB steht Arjen Robben vor seinem Startelf-Debüt für die Bayern. Edin Dzeko droht in Wolfsburg die Bank. Fakten zum Samstag.

München - Die Konkurrenz zittert vor "Robbery", doch Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal wird im Spiel bei Borussia Dortmund (alle Spiele ab 15 Uhr LIVE) wohl zunächst nur 50 Prozent seines neuen Traumduos Arjen Robben und Franck Ribery aufs Feld schicken.

"Es ist immer möglich, dass beide spielen. Aber Robben ist fitter. Die Chance, dass er spielt, ist größer", meinte van Gaal am Freitag.

Mit seiner Einschätzung dürfte er beim zuletzt ohnehin übellaunigen Ribery nicht für Freudensprünge gesorgt haben.

Zu viele Misstöne

Mit harscher Kritik an van Gaal hatte sich Ribery in die Länderspielpause verabschiedet, dann eine Wadenverletzung erlitten und am Mittwoch beim 1:1 der Equipe Tricolore in Serbien nur 13 Minuten auf dem Feld gestanden.

Für van Gaal offenbar zu viele Misstöne und zu wenig Einsatzzeit des Spaßfußballers Ribery.

Obwohl der Franzose den deutschen Meister VfL Wolfsburg vor zwei Wochen gemeinsam mit Robben fast im Alleingang zerlegt hatte. Auch gegen den VfL war Ribery allerdings erst von der Bank ins Spiel gekommen.

Klose fällt aus

Zudem müssen die Münchner auch auf Miroslav Klose verzichten, der sich "nicht hundertprozentig fit" fühlt. Van Gaal verordnete Klose zudem ein einwöchiges Aufbauprogramm.

Beim Champions-League-Spiel der Bayern am Dienstag im israelischen Tel Aviv gegen Maccabi Haifa wird der Angreifer demnach ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Watzke: Kein Selbstläufer für Bayern

Das gleiche Schicksal wie die Wolfsburger will der BVB , der weiterhin auf Kapitän Sebastian Kehl (Adduktorenbeschwerden) verzichten muss, aber mit allen Mitteln verhindern.

"Wenn es nach mir geht, wird das eine Vollgas-Veranstaltung. Wir werden uns mit allem wehren, was uns zur Verfügung steht", meint Dortmunds Trainer Jürgen Klopp und Geschäftsfürher Hans-Joachim Watzke ergänzt:

"In der Offensive ist Bayern auf einer Ebene mit Real Madrid. Trotzdem wird es für sie bei uns kein Selbstläufer. Wir haben 80.000 Fans im Rücken und werden mit brutaler Leidenschaft versuchen, die Sensation zu schaffen." Ob Nelson Valdez nach 30-stündiger Rückreise aus Südamerika aufläuft, entscheidet sich kurzfristig.

Sport1.de hat die Fakten zu allen Samstagspartien des 5. Spieltags:

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen

Der Deutsche Meister kassierte zuletzt zwei Niederlagen hintereinander. Trainer Armin Veh wird möglicherweise den Torjäger Edin Dzeko durch Obafemi Martins ersetzen. Kapitän Josue und Makoto Hasebe kehren nach ausgeheilten Verletzungen ins Team zurück.

Immerhin ist die Heimbilanz gegen Bayer äußerst positiv, von zwölf Spielen verlor der VfL nur zwei.

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes muss möglicherweise auf den angeschlagenen Michal Kadlec (Sprunggelenkprobleme) verzichten. Hans Sarpei steht bereit. Toni Kroos vertritt wohl den reisestressgeplagten Arturo Vidal.

1899 Hoffenheim - VfL Bochum

Trainer Ralf Rangnick kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, lediglich der Brasilianer Carlos Eduardo könnte wegen eines grippalen Infektes ausfallen.

Bochums Marcel Koller und sein Team reisen mit besten Erinnerungen nach Hoffenheim. In der vergangenen Saison gab es ein 3:0. Der dreifache Torschütze Stanislav Sestak steht natürlich in der Anfangsformation. Diego Klimowicz (Rückenprobleme) und Daniel Imhof (Grippe) fallen dagegen aus.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt

Freiburg will gegen die noch ungeschlagenen Hessen den ersten Heimsieg der Saison landen. Trainer Robin Dutt muss auf Jonathan Jäger verzichten. Für den Offensivspieler wird voraussichtlich der wiedergenesene Cedric Makiadi von Beginn an auflaufen.

Frankfurt kann nach dem Torhüter-Verletzungspech nur noch auf Stammkraft Oka Nikolov zurückgreifen. Auf der Ersatzbank wird U-19-Keeper Erman Muratagic Platz nehmen.

Nach bislang drei Unentschieden und einem Sieg wird Trainer Michael Skibbe weiter seiner Stammelf vertrauen.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin

Größtes Thema bei den Rheinhessen ist weiterhin das Problem der verletzten Torhüter. Christian Wetklo trainierte am Freitag erstmals wieder, wird daher wohl auflaufen können. Sonst käme U-23-Torwart Pierre Kleinheider zum Zug.

Die Berliner, die drei Spiele in Folge verloren, müssen auf die verletzten Kapitän Arne Friedrich (Adduktorenzerrung), Raffael (Unterarmbruch) und Gojko Kacar (Oberschenkelzerrung) verzichten.

Vor seinem Debüt steht Last-Minute-Neuzugang Florian Kringe, der fest für die Startelf eingeplant ist. (Florian Kringe im Sport1.de-Interview) Auch Rasmus Bengtsson soll von Beginn an spielen.

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach (alle 15.30 Uhr)

Weil FCN-Kapitän Andreas Wolf gesperrt fehlt, könnte Javier Pinola ins Abwehrzentrum rücken. Pascal Bieler käme dann auf der linken Seite zum Zug.

Im defensiven Mittelfeld sollte Havard Nordtveit nach seinem guten Debüt in Stuttgart erneut eine Chance erhalten. Zugang Eric-Maxim Choupo-Moting sitzt zunächst auf der Bank.

Ungewiss ist bei Mönchengladbach der Einsatz von Juan Arango, der erst am Freitag aus Venezuela von der WM-Qualifikation zurückkehrte.

Hamburger SV - VfB Stuttgart (18.30 Uhr)

Beim Bundesliga-Spitzenreiter fällt nach Alex Silva und Collin Benjamin mit Torjäger Paolo Guerrero der dritte Profi wegen eines Kreuzbandrisses aus. Für ihn startet Neuzugang Marcus Berg. Mit zwölf Toren stellen die Hanseaten den bislang erfolgreichten Angriff der Liga.

Der VfB hat erst fünfmal getroffen, hofft aber auf neuen Schwung durch seinen von Beginn an einsatzbereiten Mittelfeldstar Alex Hleb. Nur Martin Lanig fehlt - ebenfalls mit einem Kreuzbandriss.

Neuzugang Zdravko Kuzmanovic ist zwar mittlerweile in Stuttgart angekommen. Ein Einsatz in Hamburg kommt aber wohl noch zu früh.

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