Die Schalker Finanzprobleme lassen den Trainer seine Ziele neu überdenken. Er stehe vor seiner "schwierigsten Aufgabe".

Gelsenkirchen - Trainer und Manager Felix Magath hat angesichts der Finanzsorgen die sportlichen Erwartungen bei Schalke 04 deutlich zurückgeschraubt.

Wenn kein Geld da sei, werde es auch keinen schnellen Erfolg geben, sagte der neue starke Mann der Königsblauen dem "Express": "Wenn die finanzielle Situation hier auf Schalke nicht verbessert wird, ist eine Meisterschaft kein Thema."

Magath hatte sein Amt auf Schalke mit dem Ziel angetreten, innerhalb der Vertragslaufzeit von vier Jahren mit dem Traditionsklub Meister zu werden.

Die mit 136,5 Millionen Euro verschuldeten Gelsenkirchener plagen akute Liquiditätsprobleme, die Personalkosten in Höhe von rund 55 Millionen Euro für den überteuerten Kader konnten in der Sommerpause nicht wie geplant deutlich gesenkt werden.

Probleme nicht schnell zu lösen

Die schwierige Finanzlage war Magath beim Wechsel nach Schalke bekannt. "Ich wusste: Der Verein hat nicht nur kein Geld, er braucht welches."

Weil deshalb die Mannschaft umgebaut werden müsse, habe er sich für ein langfristiges Engagement entschieden. "Ich weiß jetzt, dass ich die Probleme hier nicht so schnell lösen kann", sagte er.

Neue Strukturen

Zunächst gelte es, "den Verein finanziell wieder auf eine gesunde Basis zu stellen", sagte Magath, der strukturelle Probleme im Klub diagnostizierte.

Ende August war bereits Vereinspräsident Josef Schnusenberg entmachtet worden, für die Finanzen ist seitdem Magaths Vorstandskollege Peter Peters zuständig, Magath selbst bekam zusätzlich den Aufgabenbereich Marketing.

Aufgeben keine Option

"Schalke ist meine schwierigste Aufgabe - aber aus meiner Sicht auch die lohnendste, die es in der Bundesliga gibt", sagte der Meistertrainer von Bayern München und des VfL Wolfsburg.

Deshalb denke er trotz aller Probleme nicht daran, die Brocken hinzuschmeißen: "In den nächsten vier Jahren wird das nicht passieren."

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