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Peer Kluge (r.) bestritt gegen Gladbach sein 169. Bundesligaspiel © getty

Der Aufsteiger holt dank eines Treffers von Peer Kluge gegen Mönchengladbach den ersten Saisonsieg und verlässt die Abstiegsränge.

Nürnberg - Aufsteiger 1. FC Nürnberg hat seine Negativserie dank Peer Kluge beendet und am 5. Spieltag den ersten Sieg gefeiert.

Nach zwei Heimniederlagen zu Saisonbeginn bezwang das Team von Trainer Michael Oenning Borussia Mönchengladbach dank eines Tores des Mittelfeldspielers mit 1:0 (1:0) und durfte somit erstmals seit dem 7. Mai 2008 wieder einen Heimsieg im Oberhaus bejubeln.

Während Nürnberg die Abstiegsränge verließ, büßte der VfL den Platz im Spitzenquintett der Liga nach der zweiten Auswärtspleite in Folge ein.

46.780 Zuschauer im ausverkauften Frankenstadion sahen ein eher unterdurchschnittliches Erstligaspiel zweier biederer Mannschaften.

Sehenswerte Ballstafetten und Kombinationen fehlten, stattdessen bekamen die Fans Fehlpässe, schlampiges Aufbauspiel und harmlose Sturmreihen zu sehen.

Traumstart für den Club

Nürnberg erwischte einen Traumstart, als der ehemalige Gladbacher Kluge gleich mit der ersten Chance die Führung erzielte.

Nach einer Flanke von Christian Eigler, der für den noch torlosen Angelos Charisteas stürmte, war er etwas schneller als der Gladbacher Verteidiger Dante und spitzelte den Ball aus sechs Metern mit rechts ins Tor (6.).

Die Gäste wirkten nach dem Gegentreffer beeindruckt und erholten sich erst langsam.

Neue FCN-Abwehrformation

Oenning hatte seine Viererkette nach der Sperre für Kapitän Andreas Wolf umbauen müssen und zog Javier Pinola ins Abwehrzentrum, auf links verteidigte Juri Judt.

Dennoch gelang es der Borussia erst gegen Ende der ersten Hälfte, die neuformierte Club-Hintermannschaft unter Druck zu setzen.

Borussen-Sturm hängt in der Luft

Im Sturm taten sich Karim Matmour und Roberto Colautti schwer, weil sie kaum Bälle bekamen.

Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel hatte Colautti die erste Möglichkeit, köpfte aber über das Tor. Eigler hatte zuvor überhastet das mögliche 2:0 vergeben.

Bobadilla scheitert knapp

In der zweiten Hälfte waren gerade einmal 40 Sekunden gespielt, als der zuvor schwache Raul Bobadilla den Nürnberger Dominic Maroh gekonnt aussteigen ließ, das Tor aus 15 Metern aber knapp verfehlte.

Weil Nürnberg sich nun etwas weiter zurückzog, nutzte Oenning eine Verletzung des Torschützen Kluge, um mit Thomas Broich einen etwas offensiveren Mittelfeldspieler und somit mehr Schwung zu bringen.

"Fohlen" zu ungefährlich

Gladbach hatte gleichwohl weiter mehr vom Spiel, ging mit den wenigen Chancen aber allzu leichtfertig um - so etwa, als Matmour den Ball freistehend in Richtung Oberrang drosch.

Trainer Michael Frontzeck reagierte und brachte Marco Reus für Colautti.

Oenning versuchte, mit der Hereinnahme der Hamburger Leihgabe Eric-Maxim Choupo-Moting für Entlastung zu sorgen.

Schwaches Niveau

Dieser Plan ging auf und Choupo-Moting hatte bald seine erste Gelegenheit, die VfL-Torwart Christofer Heimeroth jedoch zunichte machte.

Weil der FCN nun mehr Platz hatte, war die Partie wieder ausgeglichener - allerdings weiter auf bescheidenem Niveau.

Nürnberg hatte seinen Besten im umsichtigen Havard Nordtveit, bei Gladbach wusste allenfalls Thorben Marx zu überzeugen.

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