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Alexander Hleb (l.) kam vor der Saison auf Leihbasis von Barcelona zum VfB © getty

Im Spitzenspiel triumphiert der Hamburger SV klar über den VfB Stuttgart. Die Hanseaten lassen dabei zahlreiche Chance ungenutzt.

Hamburg - Der Hamburger SV hat die Tabellenführung erfolgreich verteidigt.

Die in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagenen Hanseaten bezwangen den VfB Stuttgart mit 3:1 (1:0) und verbuchten damit gleichzeitig ihren besten Saisonstart in 46 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit.

Der VfB blieb hingegen im dritten Punktspiel in Folge sieglos und verpatzte auch die Generalprobe für den Auftakt in der Gruppenphase in der Champions League am kommenden Mittwoch gegen den schottischen Meister Glasgow Rangers.

Vor 57.000 Zuschauern in Hamburgs ausverkaufter WM-Arena brachte Mladen Petric die Gastgeber, die am kommenden Donnerstag zum Start der Gruppenphase in der Europa League beim österreichischen Vizemeister Rapid Wien antreten, mit seinem zweiten Saisontreffer in Führung (30.).

Eljero Elia erhöhte 13 Minuten nach der Pause auf 2:0, bevor Pawel Pogrebnyak der Anschluss für den VfB gelang (62.). Ze Roberto (90.+1) sorgte für den Endstand.

"Der Verein lebt"

"Der Verein lebt. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber es macht Freude, uns an der Spitze zu sehen. Wir haben heute Geduld bewiesen", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia.

Enttäuschung herrschte aufseiten der Gäste. "Wir haben gut begonnen in der erste halbe Stunde. Nach dem Traumtor von Petric haben wir den Faden verloren und in der Folgezeit schwach gespielt. Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen. Nun haben wir in der Champions League die Chance, etwas zurückzuholen. Wir müssen zeigen, dass wir zu Recht da drin sind", sagte Stuttgarts Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

Und VfB-Teamchef Markus Babbel ergänzte: "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Da hat mir der letzte Wille gefehlt. Insgesamt hat der HSV aber verdient gewonnen."

VfB macht Räume eng

Der HSV bemühte sich zwar von Beginn an, das Heft in die Hand zu nehmen, tat sich gegen die eng gestaffelten Stuttgarter aber zunächst schwer.

Vor einem fünfköpfigen Mittelfeld mit Alexander Hleb als zentralem Taktgeber hatte Babbel in Pogrebnyak nur eine Spitze aufgeboten.

Den Hamburgern blieb somit nur wenig Platz zum Kombinieren.

Petric trifft zum 1:0

Fast Folgerichtig resultierte das 1:0 aus einem Distanzschuss.

Nach einem Zusammenspiel mit Elia zog Petric, an dessen Seite der schwedische Nationalspieler Marcus Berg den verletzten Paolo Guerrero (Kreuzbandriss) im Angriff vertrat, aus rund 22 Metern unbedrängt ab und ließ Stuttgarts Schlussmann Jens Lehmann keine Abwehrmöglichkeit.

Vor Hamburgs Führungstreffer hatte der VfB, bei dem der ehemalige Nationalspieler Roberto Hilbert nach überstandenem Bandscheibenvorfall sein Comeback auf dem rechten Flügel gab, trotz seiner vermeintlich defensiven Ausrichtung über weite Strecken gut mitgespielt.

Nach dem Rückstand verloren die Schwaben dann aber zunehmend ihre Linie und mussten dem HSV endgültig das Kommando überlassen. Zählbares sprang für die Hamburger bis zur Pause aber nicht mehr heraus.

Babbel bringt zweite Spitze

Nach dem Seitenwechsel brachte Babbel im deutschen Nationalspieler Cacau einen zweiten Stürmer.

Für den erhofften Schwung konnte aber auch der gebürtige Brasilianer mit deutschem Pass erst einmal nicht sorgen.

Während der HSV das Tempo diktierte und auf die Entscheidung drängte, präsentierten sich die Stuttgarter meist ideenlos und mit wenig Zug zum Tor.

Elia aus der Ferne

Die Hamburger bestraften dies durch Elias strammen Fernschuss konsequent mit dem 2:0. Beinahe aus dem Nichts schlugen die Gäste dann allerdings zurück.

Pogrebnyak profitierte bei seinem Anschlusstreffer von einem Missverständnis zwischen HSV-Keeper Frank Rost und Innenverteidiger David Rozehnal.

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