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Wo Hoeneß ist, ist immer Stimmung: Man könnte es aber auch Spott nennen, seine Einschätzung über Herbstmeister Werder Bremen in der Saison 2006/'07: "Der Nikolaus war noch nie der Osterhase. Am Ende wird der FC Bayern wie immer vorne sein." In der damaligen Spielzeit triumphiert schließlich trotzdem Stuttgart
Uli Hoeneß will Ende des Jahres als Manager des FC Bayern aufhören © getty

Bayern-Manager Uli Hoeneß wettert gegen zweitklassige Länderspiele in der laufenden Saison und schlägt eine Alternative vor.

Dortmund - Uli Hoeneß ist mal wieder der Kragen geplatzt:

Der Bayern-Manager hat angesichts der hohen Belastung der Nationalspieler und schwerer Verletzungen wie der von Paolo Guerrero (Hamburger SV) in einem Rundumschlag erneut scharfe Kritik am internationalen Spielplan geübt.

"Diese Länderspiele gegen Aserbaidschan und Südafrika - das ist ja langsam Kokolores", schimpfte der Boss des deutschen Rekordmeisters Bayern München beim Pay-TV-Sender "Sky".

"Ich meine, wir spielen da 100.000 Spiele, und wir Vereine haben den Dreck auszubaden."

"Sonst geht die Bundesliga kaputt"

Hoeneß forderte zudem die Klubs in der Bundesliga zum Handeln auf.

"Wenn ich in der Hamburger Situation wäre, würde ich gegen die Wand springen, was da passiert ist", sagte er.

"Wir müssen uns alle miteinander dagegen wehren, dass die Bundesliga jetzt zum 98. Mal unterbrochen wird wegen dieser Länderspiele. Da muss sich etwas ändern, sonst geht die Bundesliga kaputt."

Guerrero und Klose nur Zuschauer

Paolo Guerrero, mit vier Toren bester Torschütze des Hamburger SV, hatte sich im WM-Qualifikationsspiel mit Peru in Venezuela (1:3) einen Kreuzbandriss zugezogen und steht dem HSV mindestens sechs Monate nicht zur Verfügung.

Miroslav Klose fühlte sich nach den beiden Länderspielen mit der deutschen Nationalmannschaft gegen Südafrika "nicht fit" und meldete sich quasi für das Punktspiel bei Borussia Dortmund ab.

"Vorqualifikation muss her"

Hoeneß bringt diese Situation auf die Barrikaden: Länderspiele wie gegen Südafrika oder WM-Qualifikationsspiel wie die gegen Aserbaidschan dürfte es nicht mehr geben, forderte er. Eine "Vorqualifikation" müsse her.

"Da muss sich etwas ändern. Collin Benjamin verletzt sich in einem Freundschaftsspiel gegen Swasiland und jetzt bekommen sie in Hamburg den Spieler zurück mit einem Entschuldigungsschreiben, das besagt: Es tut uns leid, aber er ist sechs Monate außer Gefecht", so Hoeneß.

"Und dasselbe gilt auch für Guerrero. Der HSV hat jetzt die Rechnung zu zahlen. So kann das nicht weitergehen!"

Der Manager verwies zudem auf die Tatsache, dass das Spiel gegen Aserbaidschan in Leverkusen nicht ausverkauft war.

Der Zuschauer merke eben, dass es nur gegen den 150. der Weltrangliste gehe.

Hoeneß: "Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen!"

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