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Hoffenheims Marvin Compper (2. v. r.) feiert seinen Treffer gegen Bochum © getty

Der Hoffenheimer Stürmer legt auf die eigenen Fans keinen Wert. Um Tagoe herrscht weiter Unklarheit. Bochum rutscht ab.

Sinsheim - Nachdem der Problemfall zunächst wieder zum Glücksfall geworden war, schien Ralf Rangnick sein Dienstjubiläum in Ruhe feiern zu können.

"Er hat zuletzt schon gezeigt, dass er sich voll mit dem Verein identifiziert", sagte der Trainer von 1899 Hoffenheim nach seinem 200. Bundesliga-Spiel über den umstrittenen Torjäger Demba Ba.

"Jetzt kam auch das, was auf dem Platz kommen musste."

Der Senegalese ebnete mit seinem Treffer den Weg zum 3:0 (1:0) gegen den VfL Bochum, sorgte nach dem Spiel aber wieder für Zündstoff.

Trotziger Demba Ba trifft im ersten Spiel

"Es ist mir scheißegal, ob die Fans pfeifen", antwortete Ba, der gleich bei seinem ersten Einsatz von Beginn an sein erstes Saisontor erzielte (16.), auf die Frage, ob ihm die Pfiffe der Anhänger bei seiner Einwechslung im vergangenen Heimspiel gegen Schalke 04 etwas ausgemacht haben.

Mit solchen Äußerungen dürften die Sympathiewerte Bas wieder in den Keller gehen. Dort waren sie bereits in der Sommerpause.

Damals hatte der Stürmer seinen am Ende geplatzten Wechsel zum Ligarivalen VfB Stuttgart forciert.

Mittlerweile wird Ba nicht müde, dieses Vorgehen zu relativieren: "Ich denke nicht mehr an den Sommer, sondern nur nach vorne. Ich habe mich immer wohlgefühlt in Hoffenheim."

Sporttauglichkeit Tagoes weiter unklar

Doch nicht nur Ba sorgt bei den Kraichgauern, für die Chinedu Obasi (58.) sowie Marvin Compper (79.) vor 29.500 Zuschauern die weiteren Tore erzielten, für Gesprächsstoff und überlagert den sportlichen Aufwärtstrend.

Auch das Tauziehen um den ghanaischen Nationalspieler Prince Tagoe schlägt weiter hohe Wellen bei den Hoffenheimern, die den zweiten Sieg in Folge feierten und seit 293 Minuten kein Gegentor mehr kassiert haben.

"Es wird hoffentlich schon in der nächsten Woche den Termin bei einem kompetenten Mediziner geben", sagte Manager Jan Schindelmeiser hinsichtlich des dritten Gutachtens, das die Sporttauglichkeit des Neuzugangs klären soll.

Hoffenheim hatte den Vertrag mit Tagoe nach einer Untersuchung gekündigt, da angeblich ein Herzfehler festgestellt worden war.

In einem zweiten ärztlichen Bulletin war Tagoe als gesund eingestuft worden. Nun soll das dritte Gutachten endgültige Klarheit bringen.

Koller wieder im Keller

Klarheit haben die Bochumer bereits nach dem fünften Spieltag darüber, dass es für sie aller Voraussicht nach wieder einmal nur um den Klassenerhalt gehen kann.

Trainer Marcel Koller machte nach der schwachen Vorstellung am Samstag jedenfalls keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und legte den Finger in die Wunden.

"Hinten haben wir uns die Tore fast selbst reingemacht und in der Offensive hatten wir über 90 Minuten fast keine Chance. Wir müssen uns klar steigern", meinte der frustierte Schweizer.

Bei der dritten Saisonpleite musste Koller allerdings auch auf fünf verletzte oder kranke Profis verzichten musste.

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