Bayerns Angriffswirbel und die Versöhnung zwischen van Gaal und Ribery sorgen für gute Laune in München. Uli Hoeneß meckert trotzdem.

Seit mehr als einem Jahr wartet die Konkurrenz sorgenvoll darauf, dass der FC Bayern endlich ins Rollen kommt.

Eine Saison lang hat es die Millionen-Truppe geschafft, sich mehr durch eigene Fehler als durch die Stärke des Gegners von Platz eins fernzuhalten.

Diese traurige Zeit der Entbehrung scheint sich aber nun dem Ende zuzuneigen. Denn offenbar greift langsam aber sicher das System van Gaal.

Was vermutlich nicht nur am neuen Cheftrainer liegt, sondern auch an der geballten Offensiv-Power.

Bei solch einem Angriffsfeuerwerk wie beim 5:1 am 5. Spieltag in Dortmund fallen dann auch die erneut offensichtlichen Defizite in der Defensive nicht mehr ins Gewicht.

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Den Luxus, den Torschützen Mario Gomez zur Pause auf die Bank zu setzen und dann erst die späteren Torschützen Thomas Müller und Franck Ribery zu bringen, kann sich in der Bundesliga nur der Rekordmeister erlauben.

Da passte es glänzend ins Bild, dass Ribery nach seinen wochenlangen Meckereien an van Gaal nun dem Niederländer nach seinem Traumtor medienwirksam in die Arme sprang.

Noch stehen zwar Leverkusen, Hamburg und Frankfurt vor den Bayern. Aber die Eintracht erwartet ohnehin niemand bis zum Ende ganz vorne und bei den anderen beiden Teams ist zumindest Skepsis angebracht.

Denn schon in der Vorsaison ging Bayer und dem HSV nach teilweise überragenden Leistungen zu Saisonbeginn am Ende die Luft raus.

Zudem schwächelten die Bayern damals unter Klinsmann, was aktuell nicht mehr der Fall ist.

Also alles Friede, Freude, Pannekoeken in München? Mitnichten.

Uli Hoeneß fand auch am Samstag einen Grund, sich aufzuregen:

Die lange Länderspielpause, durch die Klubs mit vielen Nationalspielern kaum vernünftig trainieren können und zudem im schlimmsten Fall danach verletzte Topspieler beklagen müssen wie jetzt der HSV.

Die Klagen des Bayern-Managers sind zwar nachvollziehbar, aber dennoch populistisch. Denn kaum ein Verein hat in den internationalen Gremien so viel Einfluss wie der deutsche Rekordmeister.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist Chef der Vereinigung der europäischen Spitzenklubs, Aufsichtsrat Franz Beckenbauer Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee.

Aber nach dem FCB-Sturmwirbel in Dortmund mitsamt der großen Ribery-van-Gaal-Versöhnung dürfte Hoeneß? Wut sich schon wieder in Luft aufgelöst haben.

Merke: Geld schießt nicht nur Tore, es beruhigt auch.

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