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Jiri Stajner (r.) kam 2004 von Sparta Prag zu Hannover 96 © getty

In einem mäßigen Nordderby ohne Tore steht die 96-Defensive auch ohne Enke wie ein Fels und lässt nicht nur Pizarro verzweifeln.

Bremen - Werder Bremen hat den Anschluss an die Tabellenspitze wieder verloren.

In einem eher mäßigen Nordderby kamen die Hanseaten über ein 0:0 gegen Hannover 96 nicht hinaus und mussten sich von ihren Fans einige Pfiffe anhören.

Für die stark ersatzgeschwächten Gäste hingegen war das Remis durchaus ein Erfolgserlebnis.

Vor 34.000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion dominierten die Platzherren zwar das Spielgeschehen, agierten aber nicht präzise genug, um die gut organisierte Deckung der Hannoveraner zu überwinden.

"Wir haben heute gesehen, dass wir nicht ganz nach oben gehören. Wir stehen genau da, wo wir hingehören", meinte Bremens Nationaltorwart Tim Wiese selbstkritisch nach dem Schlusspfiff.

Schaaf unzufrieden

Sein Trainer Thomas Schaaf war ebenfalls nicht zufrieden: "Heute hat einiges gefehlt, die Ruhe und die nötige Souveranität. Wenn wir ein Tor machen, sieht es vielleicht anders aus."

Hannovers Trainer Andreas Bergmann hatte nach seinem ersten Spiel nach seiner Beförderung zum Cheftrainer dagegen glänzende Laune: "In Bremen einen Punkt zu machen, ist aller Ehren wert. Aber wir wollten drei Punkte holen."

Wenig Chancen

Auch ohne den wegen einer Virusinfektion fehlenden Nationaltorhüter Robert Enke stand die "96"-Deckung über weite Strecken der Begegnung sehr sicher und ließ nur wenige Torchancen für die Grün-Weißen zu.

Phasenweise konnten sich die Niedersachsen auch aus der Umklammerung befreien und bei einigen mutigen Vorstößen sogar für Gefahr vor dem Bremer Gehäuse sorgen.

Vorteile für Bremen

Unter dem Strich allerdings war das Remis für die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann eher glücklich, denn die Spielvorteile lagen doch zumeist auf Seiten der Bremer.

Enke-Stellvertreter Florian Fromlowitz stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens und zeigte dabei gute Reflexe und ein solides Stellungsspiel.

So scheiterte Bremens Torjäger Claudio Pizarro in der 58. Minute gleich zweimal aus kurzer Distanz am U21-Europameister, in der 71. Minute stoppte der Hannoveraner Keeper einen Alleingang von Nationalspieler Mesut Özil, der sein 75. Bundesligaspiel bestritt.

Starker Haggui

Aber auch seine Vorderleute agierten unter phasenweise starkem Werder-Druck fast fehlerfrei, speziell Innenverteidiger Karim Haggui stand wie ein Fels in der Brandung und war von den Bremer Offensivkräften kaum zu überwinden.

Bei den wenigen Einschussmöglichkeiten der Gäste allerdings merkte man doch, dass Bergmann auf insgesamt sieben seiner Stammkräfte verzichten musste.

Sein Gegenüber Thomas Schaaf wechselte in der Schlussphase mit dem Bolivianer Marcelo Moreno noch einen weiteren Stürmer ein, dennoch blieb das Tor der Hannoveraner wie vernagelt.

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