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Franck Ribery hat in bislang 56 Bundesligaspielen 21 Tore geschossen © getty

Nach dem 5:1-Erfolg des FC Bayern In Dortmund kann sich der Franzose plötzlich einen langfristigen Verbleib in München vorstellen.

Vom FC Bayern berichtet Martin van de Flierdt

München - Nach seinem spektakulären Freistoßtor beim 5:1-Erfolg des FC Bayern bei Borussia Dortmund fühlt sich Franck Ribery in München nun offenbar so wohl, dass er sich inzwischen sogar eine weitere Zukunft an der Isar vorstellen kann.

"Der Verein wird bereits seine Idee haben, und ich habe auch schon eine Idee", meinte der Franzose am Sonntag.

"Im Fußball geht es manchmal sehr schnell. Eine kleine Sitzung, und dann kann sich das schon entscheiden." Den Grund für seinen offenbar in den letzten Wochen vollzogenen Meinungsumschwung lieferte er gleich mit.

"Ich fühle mich hier geliebt", sagte Ribery. "Es tut gut, dass mir die wichtigen Leute im Verein Vertrauen entgegenbringen. Auch die Reaktion der Fans bei meinem Comeback gibt mir sehr viel Kraft."

Trainer Louis van Gaal zählt zu den angesprochenen wichtigen Männern beim FC Bayern. Die Beziehung Riberys zu dem Niederländer ist offenbar deutlich besser als öffentlich angenommen.

"In den letzten Zeiten ist viel Falsches über unser Verhältnis geschrieben worden", sagte Ribery. "Am Anfang war es schwierig, weil wir den Trainer ja noch nicht richtig kannten. Er war sehr hart und hatte seine eigene Philosophie."

Aber mit der Zeit habe er gemerkt, dass "das ein sehr intelligenter Trainer ist, der den Fußball sehr gut kennt und sehr viel Erfahrung hat". (DATENCENTER: Bundesliga)

Gewöhnungszeit vonnöten

"Ich habe nur ein bisschen Zeit gebraucht, mich daran zu gewöhnen, wie die anderen Spieler auch", sieht sich der Filou keineswegs als Ausnahme in der Mannschaft. "Er fordert uns und auch mich viel in den Trainingseinheiten. Aber man sieht, dass sich das lohnt und wir uns in den Spielen immer wohler fühlen."

Van Gaal selbst interpretierte die Sprungattacke Riberys als Liebesbeweis.

"Es war eine spontane Reaktion loszulaufen und auf den Trainer zuzusteuern. Das war nicht geplant", meinte der Franzose. "Ich war noch frustriert, weil ich bei der Nationalmannschaft nicht so viel gespielt hatte. Deshalb hat es mir sehr gut getan, so ein Tor zu erzielen. Der Jubel danach war instinktiv."

Ribery will in die Startelf

Geht es nach dem Franzosen, so möchte er fortan mehr Gelegenheit erhalten, sich auf dem Platz derartig auszutoben.

"Ob ich jetzt die Beine für 90 Minuten habe, weiß ich nicht. Aber ich will von Anfang an spielen", sagte er mit Blick auf den Champions-League-Auftakt der Münchner am Dienstag bei Maccabi Haifa auf Anfrage von Sport1.de. "Auf der Bank zu sitzen, war bislang okay. Aber jetzt wird es langsam langweilig."

Noch nach dem Spiel am Samstag hatte van Gaal diese Ambitionen für wenig realistisch erachtet. "Dass Ribery wieder fit ist, ist bis heute nicht der Fall", meinte der Trainer. "Ich weiß das, und Franck weiß das auch."

Fitness über Spielpraxis

Für Ribery ist das allerdings kein Hindernis: "Ich bin noch nicht ganz fit", räumte er zwar ein. "Aber was noch fehlt, bekomme ich nur über Einsätze und Spielpraxis."

Van Gaal wird am Dienstag also zeigen dürfen, wie weit es seinerseits um die Liebe zu dem Franzosen steht.

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