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Lukas Podolski erzielte in 86 Partien für den 1. FC Köln 47 Tore © getty

Nach der 1:2-Pleite der Kölner gegen Schalke ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Trotzdem macht sich "Poldi" keine Sorgen.

Köln - In der Karnevalshochburg Köln ist die Stimmung auf dem Nullpunkt.

Nach der 1:2 (1:1)-Pleite gegen Schalke 04 herrschte bei den Fans des 1. FC nur noch lähmendes Entsetzen, Unmutsäußerungen gegen den neuen Trainer Zvonimir Soldo gab es aber auf den Rängen noch nicht.

"Wir haben leider ein bisschen Pech gehabt. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir müssen weiter arbeiten, denn die nötige spielerische Klasse haben wir. Bislang war noch keiner besser als wir", erklärte Milivoje Novakovic.

Damit brach der FC-Kapitän auch eine Lanze für den Nachfolger von Christoph Daum, der sich nach der vierten Saisonniederlage im fünften Spiel aber auf stürmische Zeiten gefasst machen muss.

"Brauchen ein Erfolgserlebnis"

"Wir haben zwei unnötige Tore kassiert. In der ersten Halbzeit haben wir dann eine gute Reaktion gezeigt. Dann habe ich in der Pause darauf hingewiesen, dass wir unbedingt wach sein müssen", sagte der Kroate.

Seine Mannen hörten ihm aber offensichtlich nicht so genau zu, denn nachdem Jefferson Farfan in der ersten Halbzeit bereits in der 2. Spielminute Schalke in Führung geschossen hatte, war es nun Levan Kobiashvili, der in der 46. Minute den zweiten Treffer für die Königsblauen erzielte.

Panik kommt bei Soldo aber trotzdem noch nicht auf, auch wenn die Sehnsucht nach einem dreifachen Punktgewinn zunimmt: "Die Mannschaft arbeitet gut, wir brauchen nur unbedingt ein Erfolgserlebnis."

Köln weiter Tabellenletzter

Ein Erfolgserlebnis hatte immerhin Lukas Podolski. Doch auch das erste Liga-Tor in dieser Spielzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 (6.) vom Publikumsliebling konnte die Laune der Kölner Anhänger nicht verbessern.

Denn der dreimalige Deutsche Meister liegt weiter mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse). Und mit Blick auf das kommende Programm ist kaum Besserung in Sicht.

Am kommenden Wochenende müssen die "Geißböcke" zum VfB Stuttgart, dann folgt das Derby gegen Bayer Leverkusen und danach die Reise zu Bayern München.

Podolski: "Keine Sorge"

"Wir haben nicht so schlecht gespielt. Man braucht sich keine Sorgen zu machen", machte Podolski gegnüber dem "Express" Mut für die kommenden Aufgaben.

So richtig freuen konnte sich der 24-Jährige freilich über seinen Treffer nicht: "Schön, dass ich das erste Tor gemacht habe, aber ein Punkt oder drei wären besser gewesen."

Wie die aktuelle Tabellensituation gab auch das Spiel gegen Schalke keinen Grund zum Optimismus. Köln agierte größtenteils pomadig und erklärte auf diese Weise ein wenig, was Manager Michael Meier damit meinte, als er sagte, dass die Mannschaft manchmal schwer zu "emotionalisieren" sei.

Zufriedener Magath zittert

Dagegen waren die Schalker über den dritten Sieg im fünften Spiel durchaus zufrieden.

Manager und Trainer Felix Magath darf sich über Platz drei mit zehn Punkten und auf das Wiedersehen am kommenden Freitag mit seinem Ex-Klub und deutschen Meister VfL Wolfsburg freuen.

"Ich habe die letzte halbe Stunde gezittert. Ich bin aber froh, dass wir dem Druck standgehalten haben", resümierte er nach dem Spiel und bemerkte zudem: "Dafür, dass wir so eine junge Mannschaft haben, war das ganz in Ordnung."

S04 im 3-4-3-System

Ganz in Ordnung war auch, wie die Mannschaft die überraschende Idee von Magath, in einem 3-4-3-System zu spielen, umgesetzt hat.

"Ich habe in der letzten Woche dieses System trainieren lassen und bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft defensiv gestanden hat", sagte der 56-Jährige.

Einzig nicht gefallen haben dürfte dem Coach, dass Marcelo Bordon, Carlos Zambrano und Heiko Westermann zu viele lange Bälle in die Spitze geschlagen haben. Aber das wird Magath seinen Spielern sicher auch noch austreiben.

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