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Albert Bunjaku (l.) wechselte im Winter von Rot-Weiß Erfurt zum 1. FC Nürnberg © imago

Nürnberg ist trotz Sturmflaute nicht bange vorm Derby gegen Bayern. Sport1.de hat mit Angreifer Albert Bunjaku gesprochen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Drei Tore in fünf Bundesliga-Partien: Die Angriffsbilanz des 1. FC Nürnberg verbreitet bei den Gegner nicht unbedingt Angst und Schrecken.

Zumal nur ein Tor von einem ausgebildeten Stürmer kam: Albert Bunjaku traf beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Doch danach musste der Club-Joker wieder auf der Bank Platz nehmen.

Jetzt hofft Bunjaku gegen den FC Bayern (Sa., ab 15 Uhr LIVE) auf Einsatzzeit. Die beste Empfehlung dafür:

Der Schweizer ärgerte die Münchner bereits mit zwei Toren in einem Match. Als Stürmer von Rot-Weiß Erfurt glückte ihm dieser Doppelpack beim 3:4 im DFB-Pokalspiel vor gut einem Jahr.

Im Mittelfeld die Bälle erobern

"Das war ein schönes Erlebnis, aber jetzt muss ich nach vorne schauen und sehen, dass ich im nächsten Spiel was reißen kann"; sagte Bunjaku im Gespräch mit Sport1.de.

Und er hat auch eine Vorstellung davon, wie die Franken gegen den Rekordmeister punkten können.

"Wir müssen vorne schon Druck machen und im Mittelfeld die Bälle erobern."

Die Angriffsmaschinerie der Bayern mit dem neuen Traumduo Arjen Robben und Franck Ribery dürfe erst gar nicht ins Rollen kommen, findet Bunjaku.

Auftakt zum Oktoberfest

Realistisch gesteht der 25-Jährige allerdings auch ein:

"Wenn man gegen Ribery in einen Zweikampf geht, kann es durchaus sein, dass der mal durchläuft. Daher müssen wir sehr eng an den Männern stehen und die Bayern bei der Ballannahme stören."

Dabei dürften die Münchner erpicht sein, im Derby ihr Publikum in der Allianz Arena so richtig zu verwöhnen.

Schließlich ist Auftakt zum Oktoberfest, was laut FCB-Grundgesetz in Verbindung mit einem Heimsieg und vielen Toren stattzufinden hat.

"Wir müssen uns nicht verstecken"

Doch FCN-Stürmer Bunjaku warnt davor, Angst zu haben.

"Wir dürfen da nicht hinfahren und sagen, jetzt spielen wir gegen Bayern, die sind so stark. Wenn du mit dieser Einstellung hingehst, dann ist es schwer, da was zu holen."

Club-Trainer Michael Oenning sieht das ähnlich.

"Wir müssen uns nicht verstecken", meint Oenning. Er will mit seinem Team "lange die Null zu halten", die Grundausrichtung werde daher eher defensiv sein.

Wolf fällt gesperrt aus

Allerdings muss der Aufsteiger ohne Andreas Wolf in der Abwehr den Laden dicht halten, der Kapitän ist weiterhin wegen einer Roten Karte gesperrt.

Eins kann Oenning schon jetzt versprechen:

"Die Mannschaft wird hochmotiviert sein. Die Spieler freuen sich schon, sich gegen außergewöhnliche Spieler beweisen zu können."

Stuttgart-Spiel als Referenzpunkt

Auch sein Angreifer Albert Bunjaku verweist auf die Qualitäten des FCN und nimmt als Referenzpunkt das 0:0 beim Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart.

Dort habe das Team "ein sehr gutes Spiel gezeigt" und sich "auch die die besseren Chancen" erarbeitet.

Zusätzliches Selbstvertrauen gibt den Franken der 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach vom vergangenen Wochenende.

Zwar war der Erfolg keine Glanzleistung, doch seitdem stehen die "Clubberer" immerhin auf Tabellenplatz 13 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Bunjaku in der Startelf?

Ob Bunjaku in München von Anfang an auflaufen wird, ist ungewiss.

Im zuletzt praktizierten System mit einem Stürmer begann gegen Gladbach Christian Eigler. Joker Angelos Charisteas überzeugte nicht, so dass in München Albert Bunjaku und Eric Maxim Choupo-Moting auf ihre Chance lauern.

Bunjaku freut sich in jedem Fall auf das Derby. "Ich denke, dass ich mit meiner Qualität der Mannschaft helfen kann."

Und Stürmertore - egal von wem - würden dem Team gewiss gut tun.

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