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Bastian Schweinsteiger (M.) und Kollegen feiern Torschütze van Buyten © getty

Bayern verspielt im Derby gegen Nürnberg fast einen verdienten Arbeitssieg, den der Belgier aber mit Köpfchen doch noch rettet.

Aus der Allianz Arena berichtet Mathias Frohnapfel

München - Den Bayern-Fans wird die Oktoberfest-Maß noch besser schmecken: Ihr Team besiegte zum Wiesn-Auftakt den 1. FC Nürnberg mit 2:1 (Tore: Ivica Olic, Daniel van Buyten - Eric Maxim Choupo-Moting).

Allerdings entschieden die Münchner das Derby gegen den Aufsteiger für sich, ohne zu glänzen. Und beinahe hätten die Bayern noch eine scheinbar gesicherte Führung aus der Hand gegeben (DATENCENTER: Der 6. Spieltag).

In Erinnerung wird von dem Spiel aber auch eine Szene bleiben, die so gar nicht zur Wiesn-Feierstimmung passte 153422(DIASHOW: Bilder des Spieltags).

Emotionale Worte zur S-Bahn-Tragödie

In einer emotionalen Ansprache redete Manager Uli Hoeneß über die S-Bahn-Tragödie von Solln und gedachte dem von jugendlichen Schlägern getöteten Dominik Brunner.

"Wir verneigen uns vor einem Menschen, der sein Leben gegeben hat um andere Menschen zu schützen", lautete Hoeneß' Schlusssatz.

Beide Teams spielten für Brunner mit Trauerflor und legten eine Gedenkminute ein.

Ribery auf der Bank

Trainer Louis van Gaal überraschte erneut mit seiner Aufstellung, ließ Franck Ribery zu Beginn auf der Bank.

Stattdessen spielten im Sturm Ivica Olic, Arjen Robben sowie Mario Gomez, der nach der Denkpause gegen Maccabi Haifa ins Angriffszentrum zurückkehrte.

Von Anfang an durfte erneut Shootingstar Thomas Müller ran. Der 20-Jährige hatte sowohl gegen Dortmund und Haifa doppelt getroffen.

Bayern mit dominantem Beginn

Die Bayern dominierten die erste Hälfte, machten aber zu wenig aus ihren durchaus vorhandenen Tormöglichkeiten.

Olic (5.) und Robben (16.) gaben erste Warnschüsse ab, ehe die Nürnberger die ersten Gelegenheiten hatten.

Chancen für Risse und Vidosic

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Aber weder Marcel Risse, der auf links Daniel Pranjic stehen ließ (18.), noch der schnelle Dario Vidosic (19.) konnten gefährlich genug abschließen.

Lange Zeit kamen die Flanken der Bayern zu ungenau, als dass Nationalstürmer Gomez Torhüter Raphael Schäfer ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte.

Doch dann scheiterte Gomez nach Müller-Vorarbeit mit viel Pech (31.).

Gomez im Pech

Schiedsrichter Florian Meyer hatte Recht, als er Gomez' Schuss aus kurzer Distanz die Anerkennung verweigerte.

Der Ball prallte von der Unterlatte auf die Linie, aber eben nicht dahinter. Nur 180 Sekunden später konnte Schäfer in höchster Not vor Müller retten, der im Sturmzentrum eine Hereingabe von Pranjic direkt abnahm.

Olic vollendet cool

In der zweiten Hälfte musste Gomez für Franck Ribery auf die Bank.

Und vor 69.000 Zuschauern begannen die Bayern gleich engagiert und wurden auch belohnt.

Ivica Olic (55.) vollendete cool aus zwölf Metern, nachdem ihm Müller den Ball gekonnt aufgelegt hatte. Der Bayern-Jungspund spitzelte dafür Domic Maroh gewitzt die Kugel durch die Beine in den Lauf von Olic.

Nur drei Minuten später hätte es bereits 2:0 heißen können, als Robben den Ball von der Strafraumkante nur knapp am Torwinkel vorbeiplatzierte.

Nürnberg zu zurückhaltend

Der Club war hingegen über weite Strecken zu passiv, forderte die FCB-Defensive kaum.

Auch nach der Bayern-Führung standen die Franken zumeist massiv am eigenen Strafraum, als ob sie den Bayern partout nicht den Wiesnstart vermiesen wollten.

Beim Rekordmeister durfte nach einwöchiger Pause auch Miroslav Klose wieder Spielpraxis sammeln. Er kam 22 Minuten vor Spielende für den Torschützen Ivica Olic.

Club mit Kontertor

Als die Bayern sich schon auf den nächsten Dreier in der Liga einstellten, schlug der Club zu. Der vom HSV ausgeliehene Eric Maxim Choupo-Moting (73.) erzielte sein erstes Tor für den FCN:

Auf der rechten Seite profitierte er von einem bärenstarken Anspiel von Ilkay Gündogan, der mehrere FCB-Spieler auf sich zog und im richtigen Moment passte. Dann hämmerte Choupo-Moting die Kugel aus 18 Metern ins lange Eck.

Van Buyten gelingt die Entscheidung

Die Bayern reagierten mit wütenden Angriffen. Doch Klose hatte nach einer Flanke von Philipp Lahm ebenso Pech wie Anatolyi Tymoshchuk mit einem Distanzknaller, der gerade so am Torpfosten vorbeistrich.

Bayerns Abwehrchef Daniel van Buyten (81.) war es dann, der sein Team mit einem Kopfball nach Robben-Flanke wieder in Front brachte.

Und die Münchner hatten noch nicht genug, drängten auf das 3:1. Doch Müller und Ribery hatten keinen Erfolg mehr mit ihren Abschlüssen.

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