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Horst Heldt ist seit 2006 als Sportdirektor beim VfB Stuttgart © getty

Der VfB-Manager wehrt sich im DSF-Doppelpass gegen die Kritik an Babbel und an seiner Person. Heldt rechtfertigt die Rotation.

München - Manager Horst Heldt kann in diesen Tagen mit den sportlichen Leistungen "seines" VfB Stuttgart keinesfalls zufrieden sein.

Gegen den 1. FC Köln setzte es für den Champions-League-Teilnehmer eine bittere 0:2 Heimpleite.

Die Schwaben finden sich damit nach sechs Spielen mit nur fünf Punkten lediglich auf Platz 14 der Tabelle wieder.

Von der Euphorie der Vorsaison, als der VfB unter Trainer Markus Babbel nach einem furiosen Endspurt noch Platz drei erreichte, ist nichts mehr zu spüren.

Heldt wird dafür genauso verantwortlich gemacht wie Trainer Babbel. Heldt wird vor allem vorgeworfen, die Neuzugänge zu spät verpflichtet zu haben.

Babbel wiederum sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, wegen seiner Trainer-Ausbildung zu viel Zeit fernab Stuttgarts zu verbringen.

Im DSF-Doppelpass wehrt sich der VfB-Manager gegen die Kritik und rechtfertigt zudem die Rotation bei den Schwaben. Auch zu Neuzugang Hleb hat der 39-Jährige eine Meinung.

Sport1.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Horst Heldt im DSF-Doppelpass...

über Kapitän Thomas Hitzlsperger, der gegen Köln nicht zum Kader gehörte:

Das haben wir in der Saison ja auch schon mit anderen Spielern gemacht, die dann nicht gespielt haben.

Aber die derzeitige Leistung ist kein Thema, das man an einzelnen Spielern festmachen kann. Natürlich haben wir ein Kopf-Problem. Das gilt es zu lösen, und das haben derzeit viele Spieler.

über die Kritik, Babbel verbringe zu viel Zeit beim DFB-Trainer-Lehrgang:

Es ist eine Fehlinformation, dass der Trainer die ganze Zeit in Köln ist. Er war die komplette Woche bei der Mannschaft und wird auch jetzt wieder die komplette Woche bei der Mannschaft sein.

Wenn wir englische Wochen haben, dann ist er gar nicht in Köln sondern bei uns. Außerdem haben wir ein großes Trainerteam, das sich um die Spieler und das Training kümmert, wenn Markus Babbel mal weg ist. Ich bin auch jeden Tag da.

Das ist auch letztendlich alles abgesprochen, auch mit der Mannschaft so besprochen. Das ist also überhaupt kein Problem und auch kein Alibi.

Es ist überhaupt nicht diskutabel, dass dieser Umstand in irgendeiner Form dafür ausschlaggebend sein soll, dass wir schlecht spielen.

über die Kritik, die Mannschaft habe sich wegen der vielen und späten Neuverpflichtungen noch nicht gefunden:

Gestern haben bis auf Pavel Pogrebnyak und Zdravko Kuzmanovic nur Spieler auf dem Platz gestanden, die schon längere Zeit beim VfB sind. Von daher ist das auch kein Erklärungsansatz.

über den verletzten Mittelfeldspieler Aliaksandr Hleb:

Wenn ein Spieler mit Schmerzen spielt, dann tut er dies selten gut. Wir haben das probiert, und es hat nicht funktioniert. Wir haben dementsprechend entschieden, dass Alex der Mannschaft und dem Verein nur helfen kann, wenn er schmerzfrei ist.

Er hat in der Champions-League-Qualifikation bewiesen, dass er, wenn er fit und schmerzfrei ist, dazu in der Lage ist, uns große und gute Impulse zu geben.

über den Unmut der VfB-Fans:

Wir sind Profis, und wir müssen mit einer solchen Situation zurecht kommen. Natürlich muss man das genau beobachten, aber ich stelle fest, dass wir letztendlich von vielen Fans eine große Unterstützung während der Spiele bekommen.

Es ist aber bei schlechten Leistungen ihr gutes Recht, zu pfeifen und damit müssen wir auch leben.

(?) Wir müssen uns der Situation stellen und versuchen, die Fans wieder mit guten Leistungen zu überzeugen und zu begeistern.

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