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Artistisch: Aber auch Dennis Aogo verhilft dem HSV nicht zum Sieg in Frankfurt © getty

Nach dem Europa-League-Debakel landet das Labbadia-Team auch in der Liga bei Eintracht Frankfurt auf dem Boden der Tatsachen.

Frankfurt - Die abgestürzten Eurofighter des Hamburger SV sind nach der Schmach von Wien auch in der Bundesliga auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Die Mannschaft von Bruno Labbadia kam im Spitzenspiel nicht über ein 1:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus.

Allerdings bleiben die Hanseaten durch das Remis in der Liga ebenso ungeschlagen wie die Hessen unter Coach Michael Skibbe.

Ze Roberto brachte den HSV vor 51.500 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena schon in der achten Minute per Kopf mit seinem dritten Saisontreffer in Führung.

Beide Keeper unglücklich

Innenverteidiger Marco Russ glich für die Eintracht nach guter Vorarbeit des Ex-Hamburgers Alexander Meier zum 1:1 aus (32.).

Bei beiden Toren machten die Schlussleute eine unglückliche Figur: Vor dem Treffer von Ze Roberto konnte Eintracht-Keeper Oka Nikolov einen Freistoß von Nationalspieler Piotr Trochowski nicht festhalten.

Beim Ausgleich durch Russ wurde HSV-Torhüter Frank Rost getunnelt.

Trochowski hadert

"Wir wollten an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, das ist uns teilweise nicht gut gelungen", sagte Trochowski, der vor allem den Torchancen in der zweiten Hälfte nachtrauerte:

"Wir hatten so viele Möglichkeiten und hätten gewinnen können, aber es hat nicht geklappt. Das müssen wir uns selbst ankreiden."

Auch Labbadia unzufrieden

Trainer Labbadia war ebenfalls unzufrieden: "Man muss ganz klar sagen: Wir haben zwei Punkte liegen lassen. Aber die Mannschaft hat eine sehr, sehr gute Reaktion gezeigt."

Sein Gegenüber Skibbe war dagegen froh über den Punktgewinn: "Auf dem technischen Niveau der Hamburger haben wir nicht mitspielen können. Wir sind in der zweiten Hälfte mehr und mehr ins Hinterherrennen geraten.

Und weiter: "Da muss man am Ende zufrieden sein, dass wir das 1:1 gehalten haben."

HSV besser, aber ohne Glanz

Die frühe Führung gab den Hamburgern drei Tage nach dem 0:3 in der Europa League bei Rapid Wien Sicherheit.

Die Gäste waren die bessere Mannschaft, ohne aber wirklich zu überzeugen. Nach einer halben Stunde verpasste Trochowski mit einem Distanzschuss nur knapp die 2:0-Führung.

Kurz vor der Pause parierte Nikolov (44.) einen Schuss von Ze Roberto.

Wien-Versager fast komplett

Beim HSV schickte Labbadia mit einer Ausnahme die Versager von Wien auf den Platz. Für den Tschechen David Rozehnal rückte Guy Demel in die Startelf.

Auch Skibbe nahm eine Änderung zum 2:0 beim Aufsteiger SC Freiburg vor. Stürmer Nikos Liberopoulos stand für Zlatan Bajramovic in der Anfangsformation.

Der brasilianische Spielmacher Caio saß zunächst erneut nur auf der Bank und wurde nach einer Stunde für Liberopoulos eingewechselt.

Missverständnis in Eintrachts Abwehr

Auch nach dem Seitenwechsel war der HSV aktiver.

Doch ein Missverständnis in der Frankfurter Abwehr zwischen Alexander Vasoski und Russ konnte der eingewechselte Jonathan Pitroipa nicht ausnutzen (50.).

Zudem scheiterte Trochowski an Nikolov.

Beste Spieler bei Frankfurt waren Russ und Maik Franz. Beim HSV überzeugte neben Ze Roberto mit Abstrichen noch Trochowski.

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