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Bruno Labbadia wechselte im Sommer von Bayer Leverkusen zum HSV © getty

Hamburg betreibt in Frankfurt nur bedingt Wiedergutmachung für die Wien-Schmach. Labbadia spricht von zwei verlorenen Punkten.

Frankfurt - Viele Chancen, nur ein Punkt, aber weiter Tabellenführer:

Drei Tage nach der Schmach von Wien ist dem Hamburger SV die Wiedergutmachung nur teilweise gelungen.

"Das war eine sehr, sehr gute Reaktion, aber man muss klar sagen: Wir haben zwei Punkte liegen lassen", sagte Trainer Bruno Labbadia nach dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt.

Nach dem frühen 1:0 durch ein seltenes Kopfballtor von Ze Roberto in der achten Minute bemühte sich der HSV nach Kräften, die peinliche 0:3-Pleite in der Europa League bei Rapid Wien vergessen zu machen.

Trochowski hadert

Weil aber gute Möglichkeiten ungenutzt blieben und Marco Russ nach Vorarbeit des Ex-Hamburgers Alexander Meier ausglich (32.), fehlte am Ende der Lohn.

Dennoch blieb Hamburg dank der besseren Tordifferenz vor Verfolger Bayer Leverkusen, der gegen Werder Bremen über ein 0:0 nicht hinauskam.

"Wir hatten so viele Chancen und hätten gewinnen können", meinte Nationalspieler Piotr Trochowski, der mehrmals den möglichen Siegtreffer auf dem Fuß hatte: "Das müssen wir uns selbst ankreiden."

Rost mit einem Punkt zufrieden

Immerhin blieben die Hanseaten ebenso wie die Eintracht in der Bundesliga ungeschlagen.

"Die Ansprüche sind gestiegen, das haben wir uns selbst erarbeitet, das ist auch eine Verpflichtung", sagte Torhüter Frank Rost, fügte jedoch an:

"Aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen und mal mit einem Punkt zufrieden sein."

Der HSV-Keeper hatte beim Ausgleich eine unglückliche Figur abgegeben.

Nikolov mit unglücklicher Figur

Nach der besten Kombination der Frankfurter tunnelte Meier den Hamburger Schlussmann.

Noch schlechter sah sein Gegenüber Oka Nikolov bei Ze Robertos Kopfballtor aus.

Der Eintracht-Keeper konnte nach einem Freistoß von Trochowski den Ball nicht festhalten. "Da stelle ich mich ein bisschen doof an", gab Nikolov zu.

Skibbe zufrieden

Sein Trainer Michael Skibbe war froh über den Punktgewinn:

"Auf dem technischen Niveau der Hamburger haben wir nicht mitspielen können. Wir sind in der zweiten Hälfte mehr und mehr ins Hinterherrennen geraten. Da muss man am Ende zufrieden sein, dass wir das 1:1 gehalten haben."

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