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Keeper Jens Lehmann spielt seit 2008 beim VfB Stuttgart © imago

Die Führung des VfB hat die interne Sperre des Torwarts aufgehoben. Eine Blockade im Brustwirbelbereich macht Lehmann zu schaffen.

Stuttgart - Die Führung des VfB Stuttgart hat die Suspendierung von Jens Lehmann nach der "Oktoberfest-Affäre" aufgehoben.

Das bestätigte Manager Horst Heldt nach einem Gespräch mit dem 39-Jährigen, der damit beim Bundesliga-Spiel am Samstag bei Eintracht Frankfurt wieder zum Kader gehört.

Ob der ehemalige Nationaltorhüter für sein Vergehen zusätzlich eine Geldstrafe erhält, wollte Heldt nicht bestätigen.

Einsatz in Frankfurt nicht ausgeschlossen

"Jens war einsichtig im Gespräch. Wenn mit seiner Verletzung alles okay ist, spielt er in Frankfurt", sagte Heldt am Rande des Trainings am Donnerstag.

Lehmann hatte die Übungseinheit am Dienstag wegen einer Blockade im Brustwirbelbereich abbrechen müssen.

Wiesn-Besuch nach 0:2-Pleite

Der Keeper war für das Pokal-Spiel beim Viertligisten VfB Lübeck suspendiert worden, weil er am Abend nach der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln auf dem Münchner Oktoberfest gefeiert hatte und dabei fotografiert worden war.

"Das war unnötig. Keiner wusste etwas. Ich sehe die Bilder in der Zeitung. In der Situation war das einfach nicht angebracht", hatte VfB-Teamchef Markus Babbel dazu gesagt.

VfB siegt mit Mühe in Lübeck

Lehmann hatte sich entschuldigt ("Das war nicht mit dem Verein abgesprochen. Ich akzeptiere natürlich die Maßnahme der sportlichen Leitung").

Mit seinem Vertreter Sven Ulreich im Tor gewann die Mannschaft das Pokalspiel mit 3:1 nach Verlängerung in Lübeck.

Die Erleichterung war nicht nur wegen der Entscheidung im Fall Lehmann spürbar.

"Wir sind in der ersten Halbzeit hingefallen. Wichtig war, dass die Mannschaft dann wieder aufgestanden ist", sagte Babbel.

"Schwere Geburt"

Der Coach bezeichnete den Achtelfinal-Einzug als "schwere Geburt".

Die Stuttgarter sind allerdings noch längst nicht aus der Krise.

"Das Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison", resümierte Babbel.

Auch Heldt blickt skeptisch auf das Gastspiel bei Eintracht Frankfurt:

"Die haben im Pokal sechs Tore gegen Aachen geschossen. Das wird ein schweres Spiel für uns."

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