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Miroslav Klose stürmt seit 2007 für den FC Bayern München © getty

Der Nationalstürmer will unbedingt zurück in die Startelf des FC Bayern. Dafür nimmt der 31-Jährige einiges in Kauf.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Miroslav Klose tut im Moment alles dafür, um für den FC Bayern so etwas wie der perfekte Angestellte zu sein.

So hatte sich der Nationalspieler ein einwöchiges Aufbauprogramm verordnet, um frisch gestärkt in München einen Platz im Sturm zu erobern.

Und das trotz zweier Tore im Länderspiele gegen Aserbaidschan. "Fitness ist bei mir Grundvoraussetzung, um Leistung zu bringen. Wenn ich fit bin, spiele ich auch", begründete der 31-Jährige sein Fleißprogramm.

Derzeit Stümer Nummer drei

Doch vorm Bundesliga-Gipfel gegen den Hamburger SV (Sa., ab 18 Uhr LIVE) findet sich Klose weiterhin in der Hierarchie als Bayern-Stürmer Nummer drei wieder - hinter Ivica Olic und Mario Gomez.

Mit Klose im Ranking auf einer Stufe darf sich Jungspund Thomas Müller sehen. (DATEN: Der 7. Spieltag)

Die beiden anderen Planstellen im 4-3-3-System der Roten besetzen im Moment ziemlich unangefochten die Flügelflitzer Franck Ribery und Arjen Robben.

Lahm sieht "Härtefälle"

Interimskapitän Philipp Lahm kennt den unbarmherzigen Kampf im Bayern-Sturm.

"Wir haben einen großen Kader mit viel Qualität. Auch Miro Klose saß schon auf der Bank oder Franck Ribery. Es kommt immer mal zu Härtefällen, das muss jeder akzeptieren", erklärt er gegenüber Sport1.de.

Für Klose macht es dieser Hinweis nicht leichter.

Zumal Kontrahent Müller sowohl in der Abteilung Attacke als auch im offensiven Mittelfeld die gegnerischen Abwehrreihen beschäftigen kann.

"Ich kann auch hinter den Spitzen spielen"

Klose durfte beim 5:0-Sieg über Rot-Weiß Oberhausen von Beginn an ran, blieb aber ohne Torerfolg.

Und dachte erstmals explizit über einen Positionswechsel nach: "Ich kann auch hinter den Spitzen spielen."

Ein Nationalstürmer, der sich an anderer Stelle andient, auch das verdeutlicht die besondere Situation beim FCB.

Doch mal eben so umschulen von Stürmer auf offensivstarker Mittelfeldläufer, gelingt selbst dem ehrgeizigen Klose nicht so nebenbei.

Gegen Mainz spielte er auf der Zehnerposition - ein Experiment, das Trainer Louis van Gaal vorzeitig abbrach.

Ze Roberto lockt Klose

Eine neue Variante in die Bayern-Sturmkonkurrenz brachte Ex-Bayern-Spieler Ze Roberto.

Er würde gerne Klose zum HSV locken und meinte: "Es könnte sein, dass er im Winter unglücklich ist und wegwill. Vielleicht gibt es dann die Möglichkeit, ihn zu holen."

Noch ist das eine Spekulation. Allerdings wird Klose natürlich auch im Kopf haben, dass nur spielende Angreifer sich für die WM in Südafrika empfehlen können.

Toni: Aue statt HSV

Derweil muss Luca Toni sich bereits mit der Rolle des zurückgesetzten Stürmers abfinden. Trotz seines engagierten Comebacks im Profikader gegen RWO wird der Italiener am Wochenende in der Dritten Liga gegen Aue spielen.

"Er braucht Spielrhythmus", sagte Cheftrainer Louis van Gaal. (DATENCENTER: Dritte Liga)

Der Niederländer entscheidet rigoros, schließlich könne sich jeder Spieler "in jedem Training anbieten und arbeiten."

Ein Arbeiter der Extraklasse hat gegen den HSV einen Startplatz recht sicher: Ivica Olic. Der nimmermüde Kämpfer marschiert im Sturm ganz nach van Gaals Geschmack.

Olic voller Selbstvertrauen

Und Olic geht mit viel Selbstvertrauen in das Match am Samstag. "Ich bin sicher, dass wir das Spiel gewinnen."

Und zur Verfassung seines Ex-Mannschaft meinte er:

"Das ist eine gute Mannschaft, die jeden schlagen kann. Aber sie sind auch nicht so extrem stark, wie man am Anfang gedacht hat."

Über eine Strategie ins Bayern-Team zu kommen, muss Olic im Gegensatz zu Klose nicht nachdenken.

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